Stand: 19.05.2017 14:24 Uhr

Schiedsrichterin Steinhaus wird erstklassig

Nach ihrer Pfeife müssen künftig auch die Bundesligaprofis tanzen: Bibiana Steinhaus.

Bibiana Steinhaus schreibt deutsche Fußball-Geschichte. Als erste Schiedsrichterin wird die Hannoveranerin künftig Bundesligaspiele bei den Männern leiten. Die 38-Jährige, die bereits fünf Mal zur "Schiedsrichterin des Jahres" gekürt wurde, gehört zu insgesamt vier Neulingen, die von der Saison 2017/2018 an in der Ersten Liga zum Einsatz kommen werden. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag in Frankfurt beschlossen. Neben Steinhaus steigen auch die Zweitliga-Referees Martin Petersen (Stuttgart), Sven Jablonski (Bremen) und Sören Storks (Velen) in die Bundesliga auf. Da mit Wolfgang Stark (Landshut), Günter Perl (München) und Jochen Drees (Bad Kreuznach) drei Referees aus Altersgründen ausscheiden, erhöht sich die Zahl der Erstliga-Schiedsrichter auf 24.

Im Juni leitet Steinhaus das CL-Finale der Frauen

Porträt

Steinhaus ist "Schiedsrichterin des Jahres"

Bibiana Steinhaus ist Deutschlands beste Schiedsrichterin. Ein Porträt der Polizeibeamtin aus Hannover aus dem Jahr 2011. mehr

"Es war schon immer mein Traum als Schiedsrichterin, in der Bundesliga aktiv sein zu dürfen. Dass dieser Traum nun wahr werden soll, erfüllt mich natürlich mit großer Freude", kommentierte Steinhaus ihre Nominierung. "Ich verfolge ihren Weg schon seit vielen Jahren und freue mich persönlich sehr für sie", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Der für die Schiedsrichter zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann bezeichnete Steinhaus zudem als "eine der weltbesten Schiedsrichterinnen". Bislang hatte die Polizeibeamtin lediglich im Unterhaus gepfiffen, in der Bundesliga war sie regelmäßig als vierte Offizielle im Einsatz. Am 1. Juni leitet Steinhaus in Cardiff das Champions-League-Finale der Frauen zwischen Olympique Lyon und Paris St. Germain - als erst zweite Deutsche nach Christine Baitinger (2007).

DFB stockt Referee-Honorare kräftig auf

Steinhaus und ihre Erstliga-Kollegen werden ab der kommenden Saison deutlich höhere Honorare kassieren. Die Referees bekommen dann für einen Einsatz 5.000 statt bisher 3.800 Euro. Die Assistenten erhalten 2.500 und damit 500 Euro mehr. Die vierten Offiziellen werden mit 1.250 Euro honoriert. Bislang erhielten sie 1.000 Euro.

Auch die Grundgehälter steigen. Die sechs FIFA-Schiedsrichter der ersten Kategorie bekommen in der neuen Saison 79.000 Euro (bislang 75.000 Euro). Die weiteren FIFA-Schiedsrichter und die Unparteiischen, die länger als fünf Jahre in der Bundesliga aktiv sind, erhalten 69.000 Euro (65.000 Euro). Alle anderen Bundesliga-Schiedsrichter verdienen 59.000 statt bisher 55.000 Euro. In der Saison 2018/2019 werden alle Honorare noch einmal um jeweils 1.000 Euro angehoben.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 19.05.2017 | 14:25 Uhr

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