Stand: 01.03.2016 18:52 Uhr

Steuerbehörde stimmt zu: VfL Osnabrück schuldenfrei

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Aufatmen bei der VfL-Vereinsführung um Präsident Hermann Queckenstedt (l.).

Besser hätten die Nachrichten für den VfL Osnabrück gar nicht sein können: Die Finanzbehörde des Landes Niedersachsen hat dem Sanierungskonzept der Osnabrücker zugestimmt. Das teilte die Führung des Fußball-Drittligisten am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz mit. Die Lila-Weißen hatten zuvor mit dem Land Niedersachsen, der Stadt und dem Landkreis Osnabrück sowie der Sparkasse über einen Schuldenschnitt verhandelt. Mit dem Schreiben, das den Club am Montag erreichte, ist der VfL schuldenfrei. "Wir waren wie ein Schwimmer auf dem offenen Meer, der von einem Mühlstein in Form von rund zehn Millionen Euro Verbindlichkeiten am Hals heruntergezogen wurde. Dieser Mühlstein ist nun weg", erklärte Aufsichtsratschef Olaf Becker.

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"Fairer Kompromiss beteiligt Gläubiger im Erfolgsfall"

Durch die Vereinbarung sind die Stadion GmbH & Co. KG und der Verein entschuldet. Durch eine variable Stadionpacht erhalte der VfL zudem Planungssicherheit. Zum Schuldenschnitt gehört allerdings auch eine Besserungsvereinbarung. Becker sprach von einem "fairen Kompromiss". Die Gläubiger sind an künftigen Einnahmen "im Erfolgsfall" beteiligt. Die Infrastruktur im Stadion ("ein Mindestmaß an Komfort") und die Verkehrssicherheit rund um die Arena hätten jedoch Vorrang.

"Gemeinsam die Zukunft gestalten"

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Die VfL-Profis könnten auf dem Platz für den nächsten Meilenstein sorgen.

Große Erleichterung herrscht beim Verein, weil die "harte Patronatserklärung" ebenfalls hinfällig ist. "Mit Amtsantritt haben wir immer gesagt, dass die Patronatserklärung wie ein Damoklesschwert über dem Verein schwebt und sie deshalb entfallen muss", meinte Vereinspräsident Hermann Queckenstedt. Diese war Bestandteil der Ausgliederung gewesen und galt der Absicherung der Darlehensverbindlichkeiten der Stadion KG. Allein dabei ging es um 2,2 Millionen Euro. Auch der daraus entstandene "Sanierungsgewinn" ist steuerfrei. "Der Gläubigerverzicht ist eine strategische Weichenstellung für die sportliche und wirtschaftliche Zukunft unseres VfL und wir können nunmehr endlich gemeinsam die Zukunft gestalten, statt ständig nur die Probleme der Vergangenheit zu bekämpfen", freute sich Geschäftsführer Jürgen Wehlend.

Für einen weiteren Meilenstein könnten die VfL-Profis in dieser Saison auf dem Platz sorgen. Die Rückkehr in die Zweite Liga ist zum Greifen nah. Am Mittwoch (20.30 Uhr/im Video-Livestream bei NDR.de) empfängt der Tabellendritte Spitzenreiter Dynamo Dresden.

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