Stand: 12.03.2016 18:58 Uhr

Osnabrück: Unentschieden im Spitzenspiel

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Osnabrücks David Pisot bejubelt den 1:1-Ausgleich.

Drittligist VfL Osnabrück hat im Topduell des 30. Spieltags einen Sieg knapp verpasst. Gegen die SG Sonnenhof Großaspach mussten sich die Niedersachsen am Sonnabend mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Bis kurz vor Schluss hatte der VfL noch mit 2:1 geführt. Beide Osnabrücker Tore erzielte Verteidiger David Pisot per Elfmeter. Damit hat der Tabellen-Dritte den Vierten Großaspach zumindest mit zwei Punkten Abstand auf Distanz gehalten. VfL-Trainer Joe Enochs sprach trotz des späten Ausgeichs von einem "gerechten Ergebnis". Bitter: Stürmer Francky Sembolo hat sich bei einem Zusammenprall den Ellenbogen gebrochen und wurde noch am Sonnabend operiert.

Langes Warten auf ersten Torschuss

Osnabrücks Torwart Marvin Schwäbe sorgte mit einem verunglückten Ausflug für den ersten Schreckmoment aus VfL-Sicht. Schwäbe ließ sich den Ball bei einem Dribbling abnehmen, aber die Großaspacher kamen nicht zum Abschluss (3.). Es wurde also nichts mit einem schnellen Tor - anders als beim 3:3-Spektakel im Hinspiel, als alle sechs Treffer in der ersten halben Stunde gefallen waren. Der Anfangsphase fehlte es an Spielfluss, immer wieder unterbrachen taktische Fouls im Mittelfeld den Spielaufbau. Zähe 30 Minuten mussten die Osnabrücker Fans auf den ersten Torschuss ihrer Mannschaft warten, der Versuch von Tobias Willers von der Strafraumgrenze geriet aber zu harmlos.

Sembolo wird vom Platz getragen

Gefährlicher war da schon die Chance von Großaspachs Michele Rizze: strammer Schuss aus 18 Metern - Schwäbe diesmal hochkonzentriert auf dem Posten (34.). Kurze Zeit später war der VfL-Keeper allerdings machtlos: Das 0:1, Bashkim Renneke setzte einen präzisen Kopfball in den Winkel (41.). Osnabrück war jetzt unter Zugzwang und schaffte noch vor der Pause den Ausgleich. Schiedsrichter Patrick Schult (Hamburg) zeigte nach einem Zusammenprall in der Luft von Stürmer Sembolo mit SG-Torwart Christopher Gäng etwas überraschend auf den Punkt. Nachdem der angeschlagene Sembolo mit der Trage vom Platz gebracht worden war, verwandelte Pisot den umstrittenen Strafstoß sicher (45.+5) - der Schlusspunkt einer ruppig geführten ersten Hälfte mit sechs Gelben Karten.

Tobias Willers trifft - scheinbar

30.Spieltag, 12.03.2016 14:00 Uhr

  • VfL Osnabrück
  • 2:2


  • SG Sonnenhof

Tore: 0:1 Renneke (41.) 1:1 Pisot (45.+5, Foulelfmeter) 2:1 Pisot (82., Foulelfmeter) 2:2 Gehring (90.)
VfL Osnabrück: Schwäbe - Falkenberg, Pisot, Willers, Hohnstedt - Ornatelli, Groß (84. S. Chahed), Syhre, Kandziora (71. Odenthal) - Sembolo (46. Tigges), Savran
SG Sonnenhof: Gäng - Schiek, Leist, Gehring, Lorch (77. Kienast) - Röttger (71. Ngankam), Rizzi, Hägele, Renneke - Dittgen (75. Binakaj), Rühle
Zuschauer: 8675

Weitere Daten zum Spiel

Nach der Verletzung von Sembolo musste VfL-Trainer Enochs reagieren und schickte den 17-jährigen Steffen Tigges auf den Rasen. Bei den Gästen saß Coach Rüdiger Rehm nicht mehr vor, sondern hinter der Bande. Er hatte sich zu energisch über die Elfmeterentscheidung beschwert. Das Spitzenspiel nahm schnell wieder an Fahrt auf und Osnabrück ließ seine Gefährlichkeit aufblitzen: erst ein Abseitstreffer durch Willers per Kopf (48.), dann ein Schlenzer von Christian Groß übers Tor (52.) und noch ein gefährlicher Schuss aus spitzem Winkel von Massimo Ornatelli (55.). Aber auch der Gegner hatte seine Möglichkeiten. Danach wurde wieder weniger Fußball, sondern mehr "Foul" gespielt, schöne Spielzüge blieben aus. Pisot versuchte es aus der Distanz, sein 30-Meter-Schuss flog aber über das gegnerische Tor hinweg ins Fangnetz (73.).

Pisot zum zweiten Mal sicher vom Punkt

Es folgte ein weiterer Aufreger der Partie: Nachdem Groß im Strafraum gefoult wurde, gab es erneut Elfmeter für Osnabrück. Wieder trat Pisot an, wieder traf er - 2:1 für den VfL (82.). Heimsieg oder doch noch der Ausgleich? Die Antwort: Ausgleich für Großaspach! Verteidiger Kai Gehring kam in der 90. Minute zum Abschluss und traf ins lange Eck. Lange Gesichter bei den Osnabrückern und wie in der ersten Hälfte ein spektakulärer Schlusspunkt. Insgesamt ging das 2:2 in Ordnung. Osnabrück nutzte kaltschnäuzig seine Strafstöße, Sonnenhof war über die gesamte Spielzeit gefährlich, gab nicht auf und belohnte sich am Ende mit dem verdienten Ausgleich.

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