Stand: 13.12.2015 15:49 Uhr

Hansa verpasst Sieg bei Brand-Debüt

Dem FC Hansa Rostock ist auch unter dem neuen Trainer Christian Brand der ersehnte Befreiungsschlag nicht gelungen: Im Kellerduell der Dritten Liga kamen die Rostocker am Sonntag beim Bundesliga-Nachwuchs des SV Werder Bremen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Soufian Benyamina hatte Hansa in Führung gebracht, aber Werder glich wenig später durch Marcel Hilßner aus. Die 3.400 Zuschauer auf Platz 11 am Bremer Weserstadion sahen eine uninspirierte Begegnung, in der Torchancen Mangelware waren. Nach der Pause kam Hansa besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Möglichkeiten. Durch das Remis bleiben beide Teams im Tabellenkeller. Brand freute sich im Nordmagazin über die Einstellung seiner Mannschaft: "Sehr positiv ist, dass die Mannschaft nach einer zaghaften ersten Halbzeit gesehen hat, hier geht was."

Wenig Torgefahr vor der Pause

Brand wirbelte bei seiner Rückkehr nach Bremen, wo seine Erstliga-Karriere begann, die Startelf seines Vorgängers Karsten Baumann gegenüber dem 0:2 in Halle durcheinander. Fünf neue Akteure bot er in einem 4-4-2-System auf: Für Christian Dorda, der sich am Freitag verletzt hatte, spielte der Schweizer Stephan Andrist links in der Viererkette, Marcus Hoffmann rückte in die Innenverteidigung. Davor agierten Kai Schwertfeger im defensiven Mittelfeld und als Doppelspitze Marcel Ziemer und Maik Lukowicz. Wie bei einem Kellerduell zu erwarten, dominierten die gut sortieren Abwehrreihen die Partie. Das Bemühen war beiden Seiten nicht abzusprechen, doch zwingende Torraumszenen waren eine Seltenheit. Für die Hausherren gelang Levent Aycicek erst nach 22 Minuten der erste Torschuss, den Hansa-Keeper Marcel Schuhen aber sicher fing. Hansa kam in der 29. Minute gefährlich vor den Bremer Kasten, doch Maximilian Ahlschwede konnte den Ball nicht zu Ziemer spielen, weil der starke Ex-Rostocker Oliver Hüsing dazwischenging.

Benyamina sorgt für mehr Schwung

20.Spieltag, 13.12.2015 14:00 Uhr

  • W. Bremen II
  • 1:1


  • Hansa Rostock

Tore: 0:1 Benyamina (70., Foulelfmeter) 1:1 Hilßner (75.)
W. Bremen II: Oelschlägel - Zander, Verlaat, Hüsing, Guwara - Fröde - Käuper (60. Hilßner), von Haacke - Aycicek (46. Manneh) - Papunashvili (86. Rother), Kazior
Hansa Rostock: Schuhen - Ahlschwede, M. Hoffmann, Erdmann, Gardawski - Schwertfeger, Kofler - Jänicke, Ziemer (89. Perstaller), Andrist (78. Gottschling) - Lukowicz (46. Benyamina) -
Zuschauer: 3400

Weitere Daten zum Spiel

So ging eine schwache Partie leistungsgerecht mit 0:0 in die Pause. Um der Offensive mehr Schwung zu verleihen, wechselte Brand im zweiten Abschnitt Benyamina ein, der unauffällige Lukowicz blieb in der Kabine. Auch Werder-Coach Alexander Nouri brachte in Ousman Manneh einen frischen Stürmer anstelle von Aycicek. Der Gambier führte sich mit einem Volleyschuss aus 20 Metern auch gut ein (48.). Ein Beleg für die schwache Leistung der Offensivreihen: In der 50. Minute traten die Hausherren die erste Ecke der gesamten Partie. Danach kam Hansa besser in Schwung: Tobias Jänicke brachte den Ball am Strafraum auf Andrist, dessen Pass Benyamina nur knapp verfehlte (59.) - die beste Hansa-Chance bis dahin. Zwei Minuten später lenkten die Bremer einen erneuten Schuss von Benyamina in letzter Sekunde am Tor vorbei.

Zwei Treffer in fünf Minuten

Ausgerechnet Hüsing leitete durch ein Foul im Strafraum die Rostocker Führung ein. Der Werder-Verteidiger traf Ziemer mit dem Fuß am Kopf, Schiedsrichter Johann Pfeifer entschied auf Gelb und Elfmeter (68.). Diese Chance ließ sich Benyamina nicht entgehen und die Hansa-Fans jubeln (69.). Die Freude währte aber nicht lange, denn nur fünf Minuten später zog der eingewechselte Hilßner aus 25 Metern knallhart ab und traf unter die Latte zum Ausgleich - ein Schock für die Gäste, die das Blatt nicht mehr wenden konnten. Einen Kopfball von Benyamina lenkte Werder-Schlussmann Eric Oelschlägel mit einer tollen Parade über die Latte (78.), mehr Zwingendes war nicht zu verzeichnen. Die Rostocker bleiben damit auf einem Abstiegsplatz und hoffen im letzten Heimspiel des Jahres auf einen Erfolg gegen Chemnitz.

Brand mit durchwachsenem Hansa-Debüt

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