Stand: 15.03.2016 14:43 Uhr

Hannover 96 und die Leiden des jungen Leon

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Im Trainingslager im Januar in der Türkei zog sich Leon Andreasen die Verletzung zu.

Fünf Leistenoperationen, ein Kreuzbandriss oder die Hand-OP nach einem Missgeschick mit einem Paket-Messer im vergangenen November: Die Krankenakte von Leon Andreasen ist lang und bisweilen kurios. Nun kommt für den Profi des abstiegsbedrohten Bundesligisten Hannover 96 der nächste Eintrag dazu. Der 32-Jährige muss sich in seiner dänischen Heimat einem Eingriff am Sprunggelenk unterziehen. Dem Mittelfeldspieler werden nach Angaben seines Clubs zwei kleine Knöchelchen am Band- und Kapselapparat entfernt. Eine bittere Wendung für Andreasen, hatte sich der Däne die Blessur doch bereits vor zwei Monaten im Trainingslager in der Türkei zugezogen.

Schaaf: "Leon ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft"

Trainer Thomas Schaaf hatte das Fehlen des Dänen, der in der Hinrunde im defensiven Mittelfeld der 96er gesetzt war, als einen Grund für die Misere angeführt. "Leon Andreasen ist ein wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft. Vor allem wenn es darum geht, auch mal etwas resoluter dazwischen zu gehen und dafür zu sorgen, dass man nicht so anfällig ist", hatte der Coach jüngst im NDR Sportclub gesagt.

Vertrag läuft im Sommer aus

Die Entwicklung bei Andreasens Verletztung dürfte Schaaf ebenfalls kaum gefallen. Die medizinische Abteilung der Niedersachsen hatte zunächst lediglich eine schwere Stauchung des linken Knöchels diagnostiziert. Doch als mehrere Comeback-Versuche fehlschlugen und der Routinier in der "Bild" über anhaltende "Knochenschmerzen" klagte, schaute man nochmal genauer nach. Nun muss er auf den Operationstisch. Schwer vorstellbar, dass der 32-Jährige in den verbleibenden acht Saisonspielen noch einmal auf den Rasen zurückkehrt. Dann hätte Andreasens Zeit im 96-Trikot ein unwürdiges Ende gefunden. Denn der Vertrag des Dänen, der seit sieben Jahren in Hannover spielt, läuft im Sommer aus.

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