Stand: 03.12.2017 21:03 Uhr

Weltklasse-Malli führt Wolfsburg zum Sieg

von Matthias Heidrich, NDR.de
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Mann des Spiels bei den Wolfsburgern: Yunus Malli (Mitte).

Dank eines Yunus Malli in Gala-Form hat der VfL Wolfsburg sein Bundesliga-Heimspiel am Sonntagabend gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:0 (2:0) gewonnen und sich erst einmal Luft im Abstiegskampf verschafft. Mit nunmehr 17 Punkten kletterten die vor allem in der ersten Hälfte stark aufspielenden Niedersachsen in der Tabelle vom 14. auf den elften Rang und dürfen vor dem Nordduell am kommenden Sonnabend beim HSV eher nach oben als nach unten schielen. "Das war ein gutes Spiel von uns. Wir haben das Augsburg-Spiel in den Abfalleimer geworfen und eine gute Reaktion gezeigt. Der Dreier ist sehr wichtig für uns. Ein nächster Schritt, um uns ein wenig ins gesicherte Mittelfeld vorzubewegen", sagte VfL-Trainer Martin Schmidt.

Die Edel-Techniker-Fraktion macht's beim VfL

14.Spieltag, 03.12.2017 18:00 Uhr

  • VfL Wolfsburg
  • 3:0


  • B. M´gladbach

Tore: 1:0 Malli (4.) 2:0 Didavi (25.) 3:0 Guilavogui (71.)
VfL Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Uduokhai, Brooks, Itter (63. William) - Guilavogui, Gerhardt - Origi, Didavi (72. Ntep), Malli - Gomez
B. M´gladbach: Sommer - Jantschke (31. Cuisance), Elvedi, Vestergaard, Wendt - Zakaria, Ginter - T. Hazard (83. Drmic), Grifo - Stindl, Raffael (83. Bobadilla)
Zuschauer: 24265

Weitere Daten zum Spiel

Gegen die mit einer 2:1-Sieg-Empfehlung gegen den FC Bayern München angereisten Gladbacher übernahmen die Wolfsburger gleich das Kommando. Allen voran Malli. In der vierten Minuten tunnelte der VfL-Spielgestalter Matthias Ginter und schickte Mario Gomez mit einem perfekt getimten Pass in die Tiefe auf die Reise. Der Wolfsburger Angreifer legte scharf zurück in den Rückraum, in den sich unbemerkt Malli geschlichen hatte. Die Direktabnahme des Deutsch-Türken passte genau ins Eck - 1:0 für die Gastgeber.

Ein Auftakt nach Maß dank des starken Malli. Was der 25-Jährige dann vor dem 2:0 durch Daniel Didavi machte, verdiente das Prädikat "Weltklasse". Auf engstem Raum und unter Zeitdruck wählte der Techniker die einzige Möglichkeit, um das Spielgerät durch zwei Gladbacher hindurch in den Lauf von Didavi zu bekommen. Er bediente seinen Teamkollegen mit einer Art Dropkick-Pass, in dem er von oben auf den Ball trat und dem Leder so eine passende Flugbahn durch die vielbeinige Borussia-Abwehr hindurch verlieh. Didavi - ebenfalls Edel-Techniker von Beruf - veredelte die Vorarbeit mit einem feinen Heber.

Gladbach angeschlagen, aber nicht k.o.

Gladbach war angeknockt, stand aber wieder auf. In der Schlussphase der ersten Hälfte gerieten die "Wölfe" gehörig unter Druck. Eine verunglückte Kopfballabwehr von Anthony Brooks konnte Koen Casteels gerade noch entschärfen (28.). Kurz vor der Pause war der VfL-Keeper geschlagen, als Thorgan Hazard den Ball über die Linie gedrückt hatte (37.). Glück für die Wolfsburger, dass der Videoassistent die hauchdünne Abseitsentscheidung von Referee Benjamin Cortus bestätigte.

Guilavogui "hämmert" den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel setzte erneut Malli mit einem Schuss aus der Drehung knapp über das Gladbacher Gehäuse das erste Ausrufezeichen (47.). In der Folge ließen sich die "Wölfe" aber immer weiter zurückdrängen. Die Borussia bestimmte das Spiel, kam aber kaum zu nennenswerten Chancen. Wolfsburgs Problem im zweiten Durchgang war die mangelnde Präzision im Passspiel, wenn sich die Chance zum Kontern bot. Trotzdem machten die Niedersachsen in dieser Phase den Deckel drauf - dank Josuha Guilavogui. Der Franzose hämmerte den Ball in der 71. Minute leicht abgefälscht aus gut 28 Metern in die Maschen zum 3:0 für den VfL. Von diesem Tiefschlag erholten sich die Gäste nicht mehr. Wolfsburg brachte den dritten Saisonsieg sicher nach Hause.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 03.12.2017 | 22:50 Uhr

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