Stand: 13.11.2017 11:59 Uhr

Kohfeldt: "Wir werden Sonntag gewinnen"

"Wer drei-, vier- oder fünfmal hintereinander verliert, der hat keine Argumente", weiß Weder-Coach Florian Kohfeldt.

Sechs Bundesligapartien und das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den SC Freiburg: In der Summe hat Florian Kohfeldt also sieben Spiele Zeit, um Werder Bremen aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga zu führen und damit Argumente für ein längeres Engagement als Cheftrainer der Hanseaten zu sammeln. Bremens Manager Frank Baumann gewährte dem U23-Coach nach erfolgloser Suche nach Alternativen eine "Vertrauens-Verlängerung" bis zur Winterpause. Das ist nicht viel. Es spiele aber "keine Rolle, ob ich für sechs Wochen arbeite oder einen Vertrag für mehrere Jahre unterzeichnet hätte", sagt Kohfeldt. Er geht die erste Woche als Chef forsch an. "Wir werden gewinnen, wir werden punkten, wir werden den Klassenerhalt schaffen", posaunte der 35-Jährige vor dem wichtigen Nordduell gegen Hannover 96 heraus.

Heimspiele gegen 96, Stuttgart und Mainz entscheidend

Es wäre der erste Saisonsieg für die taumelnden Grün-Weißen am zwölften Spieltag. Keine Frage, es wird Zeit für den Tabellenvorletzten, das Ruder herumzureißen und das mit fünf Zählern magere Punktekonto aufzupäppeln. Zumal es in den sechs verbleibenden Ligaspielen in diesem Jahr auswärts gegen die Bayern-Verfolger Leipzig und Dortmund sowie Leverkusen geht. Da kommt den Heimpartien gegen die Aufsteiger 96 und Stuttgart sowie gegen Mainz entscheidende Bedeutung zu. Ein Pfeifkonzert wie nach dem desaströsen 0:3 gegen Augsburg, das letztlich den Ausschlag für die Beurlaubung von Alexander Nouri gab, will der Neue im Weser-Stadion nicht mehr hören. "Wir brauchen am Sonntag einen Kraftakt mit einer Energie, die vermutlich nur das Weser-Stadion entfachen kann."

"Wer drei-, vier- oder fünfmal hintereinander verliert, hat keine Argumente"

Der Schlüssel zum Erfolg und auch wieder zu den Herzen der Werder-Fans soll in der Offensive liegen. Die wurde unter Nouri sträflich vernachlässigt. "Wir wollen, dass die Mannschaft spielt, wofür wir als Werder Bremen stehen: einen attraktiven Fußball, der sich nach vorne orientiert", erklärt Kohfeldt. Klingt in der Theorie schön, hat in der Praxis bei seinem ersten Spiel als Interimscoach in Frankfurt (1:2) aber nur bedingt funktioniert. Der 35-Jährige weiß das und schränkt ein: "Dieser Fußball muss auch erfolgreich sein." Denn eines ist klar: "Wer drei-, vier- oder fünfmal hintereinander verliert, der hat keine Argumente." Dann würde Baumann im Winter wieder auf die Suche gehen.

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Sportclub | 19.11.2017 | 22:50 Uhr