Stand: 12.08.2017 22:33 Uhr

DFB-Pokal: Werder glanzlos in Runde zwei

von Johannes Freytag, NDR.de
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Ludwig Augustinsson (r.) war in der ersten Hälfte auffälligster Bremer Spieler.

Werder Bremen hat seinen "Pokal-Fluch" beendet. Nachdem die Norddeutschen seit 2011 fünfmal an einem Drittligisten gescheitert waren (viermal dabei in Runde eins), setzte sich das Team von Trainer Alexander Nouri am Samstagabend in Offenbach gegen die Würzburger Kickers mit 3:0 (0:0) durch. Milos Veljkovic, Max Kruse und Maximilian Eggestein erzielten die Treffer des Abends für die Hanseaten, die zwar das bessere Team waren, aber vor allem im ersten Durchgang enttäuschten. Zum Bundesligastart am kommenden Sonnabend wird eine andere Leistung nötig sein, um bei der TSG Hoffenheim zu bestehen.

Werder mit drei Neuen in der Startelf

Fußball DFB-Pokal, 1. Runde

  • Würz. Kickers
  • 0:3


  • Werder Bremen

Tore: 0:1 Veljkovic (51.) 0:2 M. Kruse (74.) 0:3 M. Eggestein (77.)
Würz. Kickers: Hesl - Ahlschwede, Syhre, S. Neumann, Schuppan - Taffertshofer (63. Baumann), Nikolaou - P. Göbel, Jopek, Mast (85. Fe. Müller) - Bytyqi (79. Königs)
Werder Bremen: Pavlenka - Ro. Bauer, L. Sané, Veljkovic - Gebre Selassie, M. Eggestein, Augustinsson (87. U. Garcia) - J. Gondorf (64. Bargfrede), Delaney - F. Kainz (80. J. Eggestein), M. Kruse
Zuschauer: 8090

Weitere Daten zum Spiel

Mit drei Neuzugängen ging Werder ins Spiel: Im Tor begann Jiri Pavlenka, im Mittelfeld liefen Ludwig Augustinsson und Jerome Gondorf auf. Die Pokalpartie fand in Offenbach statt, da die Würzburger Stadtverwaltung aus Lärmschutz-Gründen keine Genehmigung für eine Anstoßzeit nach 19.30 Uhr erteilt hatte. Auf dem Bieberer Berg fanden sich die Bremer zunächst besser zurecht: Der Ball lief flott durch die eigenen Reihen, vor allem Augustinsson agierte auf der linken Seite sehr auffällig und hatte die erste Torchance des Spiels (7.). Nach einer Viertelstunde aber war der Bremer Elan verpufft, der Drittligist aus Würzburg hielt den ideenlosen Bundesligisten in der Folge vom eigenen Strafraum fern. Lediglich nach einem Seitfallzieher von Theodor Gebre Selassie (27.) wurde es einmal gefährlich. Mehr gelang den Hanseaten vor der Halbzeitpause nicht, stattdessen wäre beinahe Würzburg in Führung gegangen: Nach einem Gewusel im Bremer Strafraum traf Emanuel Taffertshofer nur den Pfosten (45.).

Glückstreffer von Veljkovic bringt Werder auf Kurs

Würzburgs Keeper Wolfgang Hesl hatte eine ruhige erste Spielhälfte erlebt, stand nach Wiederanpfiff aber plötzlich im Mittelpunkt: Erst wehrte er reaktionsschnell einen Kopfball von Gebre Selassie ab (48.), um nur wenige Minuten später alles andere als eine gute Figur zu machen: Ein weiter wohl als Flanke gedachter Ball von Veljkovic senkte sich hinter dem zögerlichen Hesl ins lange Eck - 1:0 für den Favoriten (51.). Kurz darauf köpfte Lamine Sané am Tor vorbei (59.), Werder hatte nun die Partie im Griff. Florian Kainz durfte unbedrängt von der linken Seite flanken, Kruse ebenso unbedrängt einnicken (74.). Drei Minuten später machte Eggestein mit dem dritten Bremer Tor alles klar. Der Mittelfeldspieler nahm Ioannis Nikolaou den Ball ab, umkurvte Hesl und schob zum 3:0 ein (77.). Beinahe hätte es für Eggestein zum Doppelpack gereicht, doch seinen Direktschuss wehrte Würzburgs Torwart ab (88.).

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 12.08.2017 | 22:45 Uhr

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