Stand: 15.03.2016 15:32 Uhr

Hannover 96: Kind fordert Schaaf-Entscheidung

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Bleibt Thomas Schaaf auch im Falle des Abstiegs Hannover-Coach?

Beim Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 beschäftigen sich die Entscheider intensiv mit der Zweiten Liga. Verständlich, angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 und zehn auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Doch ausgerechnet bei der wichtigsten Personalie hakt es. Der Club würde im Falle des Abstiegs gerne weiter mit Trainer Thomas Schaaf zusammenarbeiten. Dessen Vertrag bis 2017 gilt momentan aber nur für die Erste Liga. Clubchef Martin Kind möchte Klarheit. Am besten gleich, spätestens jedoch nach dem Spiel am Sonnabend bei Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr/im NDR Livecenter): "Das wäre ein guter Zeitpunkt."

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"Lass uns mal schauen, ob das eine sinnvolle Zusammenarbeit ist oder nicht"

Schaaf hält sich in dieser Angelegenheit sehr bedeckt und hat jüngst im NDR Sportclub durchblicken lassen, dass er eine späte Entscheidung durchaus gutheißen würde: "Schaffen wir es nicht, gibt es für beide Seiten die Option zu sagen: 'Lass uns mal schauen, ob das eine sinnvolle Zusammenarbeit ist oder nicht.'" Vielleicht schwant dem Coach, dass der im Fall der Fälle gewünschte Neuanfang in Liga zwei samt Wiederaufstieg mit ihm als das Gesicht des Abstiegs schwierig werden könnte.

Miserable Schaaf-Bilanz

Für Kind und Co. scheint das keine große Rolle zu spielen. Ebenso wie die miserable Bilanz des im vergangenen Dezember verpflichteten Übungsleiters. In neun Spielen holte Schaaf nur drei Punkte, die Mannschaft erzielte mickrige vier Tore. Am schlimmsten war es bei den fünf Heimspielen, in denen Schaafs Mannschaft keinen einzigen Zähler sammelte. Seit mehr als 500 Minuten blieb 96 zuhause ohne erfolgreichen Abschluss. Das alles ergibt eine erstaunliche Ansammlung von Negativ-Rekorden. Inzwischen erscheint es sogar zweifelhaft, ob Schaaf in der gesamten Rückrunde so viele Punkte holt wie sein Vorgänger Michael Frontzeck in der Hinrunde: 14 in 17 Spielen. Dabei hat der neue Coach zum Rückrundenstart sogar sechs neue Spieler bekommen.

Bader: "Er tut dem Verein sehr gut"

Zweifel an Schaaf hat Manager Martin Bader trotzdem nicht: "Er ist einer, der - obwohl die Ergebnisse nicht stimmen - dem Verein sehr gut tut. Ich arbeite mit Thomas sehr gerne zusammen." Er habe mit Schaaf "auch schon über die Zweite Liga gesprochen, aber noch nicht konkret". Viel Zeit will der Club seinem Übungsleiter nicht mehr lassen.

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