Stand: 27.11.2017 14:26 Uhr

Hannover-96-Boss Kind: "Horst Heldt bleibt"

Während Horst Heldt mit dem 1. FC Köln spricht, lässt Hannover-96-Präsident Martin Kind keinen Zweifel daran, dass er seinen Manager unter keinen Umständen ziehen lassen möchte. "Ja. Und zwar ohne Wenn und Aber ja", sagte der Clubchef dem NDR am Sonntag auf die Frage, ob Heldt sicher in Hannover bleibe: "Wir haben bereits mit den Planungen für Januar und die neue Saison begonnen. Das bedeutet, dass wir wieder von vorne anfangen müssten. Das geht gar nicht. Wir sind in einer intensiven Phase, hier ist Professionalität gefordert." Heldts Bleiben sei "alternativlos. Unsere Entscheidung ist eindeutig. Horst Heldt hat einen Vertrag und den wollen wir gemeinsam erfüllen." Heldt äußerte sich am Montag bei einem Sponsorentermin. "Wenn ich auf dem Sprung nach Köln wäre, wäre ich heute nicht hier", sagte der 96-Sportchef und kündigte zudem an: "Ich werde in dieser Woche natürlich noch mit Martin Kind sprechen."

Hannovers Vereins-Präsident Martin Kind (l.) und Manager Horst Heldt © dpa Fotograf: Peter Steffen

96-Boss Kind: Heldts Bleiben "alternativlos"

Sportclub -

Der 1. FC Köln hat Interesse an Hannovers Manager Horst Heldt. 96-Clubboss Martin Kind machte im Interview mit dem NDR Sportclub klar, dass er den 47-Jährigen nicht ziehen lassen will.

3,89 bei 47 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

FC-Vize Schumacher spricht von Differenzen in der 96-Führung

Bundesliga-Konkurrent Köln hatte erste Gespräche mit Heldt bestätigt. "Ja, wir hatten Gespräche mit Horst Heldt wie auch mit anderen Kandidaten. Nun werden Gespräche mit Hannover 96 folgen. Unser Vorstand wird nun über weitere Schritte beraten", erklärte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle "bild.de" am Sonntag. Heldt soll der Nachfolger von Jörg Schmadtke werden, der vor einem Monat zurückgetreten war. Kölns Vize-Präsident Toni Schumacher sagte unterdessen bei "Sky", dass er von Differenzen in der 96-Führung gehört habe und der FC deshalb auf Heldt zugegangen sei. "Wir haben natürlich mitbekommen, dass in Hannover in der Führungsriege so einige Dinge nicht stimmen. Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, mal zu sprechen." Kind konterte: "Niveaulos."

Heldt: "Köln ist mein Heimatverein"

Im Vorfeld hatte Heldt von einer "außergewöhnlichen Situation" für sich gesprochen. Der gebürtige Rheinländer hatte in Köln einst seine Profikarriere begonnen und erzielte für die "Geißbockelf" von 1990 bis 1995 in 130 Bundesligaspielen 13 Tore. Aus seiner Sympathie für den FC macht Heldt keinen Hehl: "Köln ist mein Heimatverein, daher ist das für mich etwas Besonderes. Ich muss das für mich bearbeiten im Kopf." Zudem hat Heldt mit Wehrle bereits beim VfB Stuttgart in der Clubführung zusammengearbeitet. Für Kind kein ausreichendes Argument: "Vielleicht ist Köln seine Heimat, da habe ich vollstes Verständnis für. Aber wir haben vor acht Monaten die gemeinsame Entscheidung getroffen und deswegen kann man die auch nicht in Frage stellen."

Zuvor hatte sich der 96-Boss "irritiert" über den Abwerbeversuch geäußert und Parallelen zum Fall Schmadtke gezogen, der 2013/2014 bei den Kölnern als Sportchef anheuerte, nachdem er auf eigenen Wunsch seine Zelte in Hannover abgebrochen hatte. Bei Heldt könnte es trotz Kinds gegenteiliger Reaktion ähnlich laufen. Der FC müsste aber wohl eine Ablöse für seinen Wunschkandidaten zahlen. Kind betonte allerdings: "Geld ist kein Thema. Wir können nicht während einer laufenden Saison immer wieder Unruhe in den Verein bringen."

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.11.2017 | 22:50 Uhr