Stand: 25.09.2017 12:17 Uhr

HSV: Druck vor dem Derby

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HSV-Kapitän Gotoku Sakai und Co. erwartet einmal mehr ein brisantes Nordderby.

"Wir schütteln uns erstmal, analysieren das Spiel und dann werden wir eine vernünftige Trainingswoche haben." HSV-Sportchef Jens Todt hat sich nach dem 0:3 seines Teams in Leverkusen betont gelassen gegeben. "Wir haben schon wesentlich Schlimmeres überstanden als so eine Negativserie zu Beginn der Saison." Wohl wahr, aber die vierte Zu-Null-Pleite in Folge hat den Bundesliga-Dino auf Tabellenplatz 15 abrutschen lassen. Die beiden Auftaktsiege gegen Augsburg und in Köln, die vielen Fans Hoffnung auf eine sorgenfreiere Saison gemacht hatten, sind mittlerweile ganz weit weg. In der Hansestadt herrscht schon wieder Abstiegskampf. Der allzu vertraute Druck, unbedingt Punkte holen zu müssen, ist vor dem Nordderby am Sonnabend (18.30 Uhr, im NDR Livecenter) zu Hause gegen die noch schlechter gestarteten Bremer groß.

HSV - Werder: Der Teamvergleich zum Nordderby

Bruchhagen: "Macht keinen Sinn, den Druck immens zu erhöhen"

Heribert Bruchhagen wirkte nach der verdienten Niederlage in Leverkusen zerknirscht, wollte mit dem Team aber nicht allzu hart ins Gericht gehen. "Es macht keinen Sinn, den Druck immens zu erhöhen. Die Spieler wissen genau, worum es geht", sagte der Clubchef. "Wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren, die machbar sind und das beginnt schon mit Bremen." Bruchhagen weiß auch, dass sein HSV personell derzeit am Stock geht. "Wir stoßen momentan mit dem Kader ab und zu an unsere Grenzen", stellte Trainer Markus Gisdol ein Jahr nach seiner Amtsübernahme beim HSV bei "sky" ernüchtert fest. Dass es die sportliche Führung in der Sommerpause nicht geschafft hat, die Mannschaft breiter aufzustellen, gehört allerdings auch zur Wahrheit.

Offensiv derzeit nicht bundesligatauglich

Ohne die aktuell fehlenden Nicolai Müller, Filip Kostic oder auch Aaron Hunt sind die Hamburger offensiv schlichtweg nicht bundesligatauglich. Am Montag musste auch noch Angreifer Sven Schipplock (Rückenprobleme) das Training der Reservisten abbrechen. Bobby Wood ist zwar da, aber irgendwie auch nicht. Der US-Amerikaner, der in der vergangenen Spielzeit sein Potenzial kurzzeitig aufblitzen ließ und dafür eilig mit einem neuen, besser dotierten Vertrag ausgestattet wurde, ist ein Schatten seiner selbst. Dabei muss allerdings auch erwähnt werden, dass die anderen Offensivakteure derzeit nicht imstande sind, Wood in aussichtsreiche Position zu bringen.

"Wir spielen uns zu wenige Torchancen heraus", monierte auch Manager Todt, versprach für das Nordderby aber Besserung: "Wir werden gegen Bremen ein anderes Spiel sehen. Wir wissen, dass es für alle HSV-Fans ein besonderes Spiel ist. Da werden wir alles reinwerfen." Allein, das reicht nicht, um in der Bundesliga Tore zu schießen und Punkte zu holen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 24.09.2017 | 22:35 Uhr

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