Stand: 06.01.2017 10:18 Uhr

HSV bestätigt: Todt ist der neue Sportchef

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Jens Todt ist der neue Sportchef beim Hamburger SV.

Der Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat Jens Todt als neuen Sportchef verpflichtet. Wie die Hanseaten am Freitag bestätigten, erhält der 47-Jährige einen Vertrag bis 2019. "Ich habe das sichere Gefühl, dass Jens Todt aufgrund seiner Vita sehr gut zu Markus Gisdol und mir passt", sagte HSV-Clubchef Heribert Bruchhagen zur Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielers, der zuletzt als Sportchef beim KSC tätig war und nun eng mit dem HSV-Trainer Gisdol zusammenarbeiten soll. Mit den Karlsruhern wurde ein Ablösespiel (noch ohne Termin) vereinbart. Todt, der bereits im Trainingslager der Hamburger in Dubai eingetroffen ist, erklärte bei NDR 2: "Ich kenne den Verein schon sehr lange. Wir alle wissen, welche Wucht, welche Power dieser Verein hat. Es ist eine total reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe."

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

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Mit der Verpflichtung Todts endet eine monatelange Sportchef-Suche an der Elbe, die zwischenzeitlich zur Posse wurde - zahlreiche Kandidaten wie Christian Hochstätter, Horst Heldt oder Nico-Jan Hoogma sagten ab. In Hamburg hatte zuletzt der ausgeschiedene Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer als Sportdirektor fungiert, nachdem Peter Knäbel im Sommer entlassen worden war. Für Todt wird es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Der ehemalige Bundesliga-Profi beim SC Freiburg, bei Werder Bremen und beim VfB Stuttgart war bereits vom 1. Juni 2008 bis zum 25. Juni 2009 als Leiter der HSV-Nachwuchsabteilung tätig. Wegen Unstimmigkeiten mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann nahm er allerdings seinen Hut.

Jens Todts Karriere in Bildern

Defensiv-Verstärkungen gesucht

Auf den gebürtigen Hamelner, der nach seiner aktiven Karriere außerdem als Nachwuchsleiter beim VfL Wolfsburg sowie als Sportchef in Bochum und seit 2013 in Karlsruhe gearbeitet hatte, wartet eine Menge Arbeit: Bis zum 31. Januar, dem Ende der Winter-Transferperiode, muss der dreifache Familienvater weitere Verstärkungen neben Innenverteidiger Mergim Mavraj für den HSV an Land gezogen haben. Vor allem in der Defensive haben die Hanseaten Handlungsbedarf. Verkäufe oder Ausleihen stehen sehr wahrscheinlich auch an. Denn bei entsprechenden Angeboten können die Edelreservisten Alen Halilovic, Pierre-Michel Lasogga und Nabil Bahoui gehen: "Wir müssen keine Spieler abgeben. Wenn aber jemand unzufrieden ist, dann wird er auf mich zukommen", sagte Todt.

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