Stand: 20.09.2017 22:20 Uhr

Dortmund zeigt dem HSV die Grenzen auf

von Sebastian Ragoß, NDR.de
Das 1:0 für den BVB. Shinji Kagawa drückt den Ball ins Tor.

Der Hamburger SV ist endgültig zurück auf dem Boden der Tatsachen. Die immer noch stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Markus Gisdol unterlag am Mittwochabend Borussia Dortmund im Volksparkstadion verdient mit 0:3 (0:1). Nach den zwei Siegen zu Saisonbeginn war dies die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge für den HSV, der am kommenden Sonntag bei Bayer Leverkusen antritt. "Das klingt komisch nach dem Ergebnis - aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ich werde morgen nicht viel Kritik üben", erklärte Gisdol.

Hoch und weit Richtung Dortmunder Tor

5.Spieltag, 20.09.2017 20:30 Uhr

  • Hamburger SV
  • 0:3


  • Bor. Dortmund

Tore: 0:1 Kagawa (24.) 0:2 Aubameyang (63.) 0:3 Pulisic (79.)
Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier, K. Papadopoulos, Mavraj, Sakai (48. Douglas Santos) - G. Jung, Walace - Hahn, L. Holtby, Salihovic (70. L. Waldschmidt) - Wood (84. Janjicic)
Bor. Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Toprak, Zagadou (84. Bruun Larsen) - N. Sahin - Castro, Kagawa (66. Dahoud) - Jarmolenko (67. Philipp), Aubameyang, Pulisic
Zuschauer: 52962

Weitere Daten zum Spiel

Gisdol hatte seinem Team gegen die technisch deutlich besseren Westfalen ein relativ simples Konzept mit auf den Weg gegeben. Der HSV versuchte erst gar nicht, das Mittelfeld mit spielerischen Mitteln zu überbrücken, obwohl dort Neuzugang Sejad Salihovic in zentraler Position aufgeboten worden war. Hoch und weit flogen die Bälle Richtung BVB-Abwehr, was aber durchaus für Gefahr sorgte, da die Gäste mitunter ein wenig zu sorglos verteidigten. André Hahn hatte per Kopf die beste Hamburger Gelegenheit in der ersten Hälfte (31.). Ein deutliches Chancenplus hatten jedoch die Dortmunder, obwohl sie im ersten Spielabschnitt weit von jener Galaform entfernt waren, die sie zuletzt beim 5:0 gegen Köln gezeigt hatten. Wenn sie allerdings einmal das Tempo anzogen, brachten sie die Hamburger Defensive gehörig ins Schwitzen. Der flinke Christian Pulisic (8./33.), Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (16.) und Andrej Jarmolenko (35./38.) vergaben teilweise hochkarätige Gelegenheiten.

Klare Sache für den BVB in Hälfte zwei

Trotzdem ging die Borussia mit einer Führung in die Pause, weil Shinji Kagawa in der 24. Minute am schnellsten schaltete und den Ball nach einem Jarmolenko-Freistoß über die Linie drückte. Dem HSV blieb die Hoffnung auf einen Glücksschuss oder einen Standard. Fast hätte es in der 55. Minute geklappt, als Mergim Mavraj nach einem Eckball das Außennetz traf. Doch keine zehn Minuten später war die Begegnung entschieden. Salihovic leitete mit einer schlechten Flanke einen Dortmunder Konter ein, den Aubameyang nach Vorarbeit von Jarmolenko vollendete (63.). Anschließend vergab der Gabuner die Riesenchance auf den Doppelpack (76.). Treffer Nummer drei fiel trotzdem: Der überragende Pulisic vollendete aus kurzer Distanz (79.) zum in der Höhe vollkommen verdienten Endstand.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 20.09.2017 | 19:00 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/sport/fussball/Bundesliga-Hamburg-HSV-Dortmund,hsv19394.html

Kühne: "Für mich ist erst mal Schluss"

Schlechte Nachrichten für den HSV: Investor Klaus-Michael Kühne möchte den Bundesligisten nicht weiter unterstützen. "Für mich ist erst mal Schluss", erklärte der Unternehmer in einem Interview. mehr

HSV trauert um Ex-Präsident Wolfgang Klein

Der Hamburger SV trauert um Wolfgang Klein: Der frühere Präsident des Fußball-Bundesligisten starb im Alter von 76 Jahren. In seine Amtszeit fielen die größten sportlichen Erfolge des HSV. mehr

Der HSV-Spielplan

Ansetzungen und Ergebnisse des HSV im Überblick. mehr

31 Bilder

Der HSV-Kader für die Saison 2017/2018

Von Keeper Christian Mathenia über Lewis Holtby bis hin zu Stürmer Bobby Wood. Das Aufgebot des Bundesligisten Hamburger SV in Bildern. Bildergalerie

Mehr Sport

02:59
02:02
01:57

Hansa: Nicht überzeugend, aber erfolgreich

21.10.2017 11:25 Uhr
NDR 1 Radio MV