Stand: 25.01.2016 10:40 Uhr

Holt der HSV Mané und Traoré auf Leihbasis?

Carlos Mané steht vor einem Wechsel von Sporting Lissabon zum HSV.

Als Sporting Lissabon am Samstagabend in der Liga Nos, Portugals höchster Fußball-Liga, einen 3:1-Erfolg bei Paços Ferreira feierte, stand Carlos Mané zum wiederholten Male in dieser Saison nicht im Kader des aktuellen Tabellenführers. Der 21 Jahre alte Außenangreifer kommt beim Traditionsclub nicht an Bruno César und João Mário vorbei, die derzeit die Flügelzange beim Titelanwärter bilden. Während Sportings Coach Jorge Jesus momentan keine Verwendung für den U21-Nationalspieler hat, würde der Hamburger SV den flinken Offensivmann nur zu gerne in seinen Reihen haben. Und die Chancen des Bundesligisten stehen nach übereinstimmenden Medienberichten sehr gut, Mané an die Elbe zu locken.

Ausleihe bis 2017 geplant

Einige Zeitungen, wie die französische "L'Equipe", meldeten das angedachte Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption bereits als perfekt. Doch vom HSV gab es bis dato noch keine Bestätigung des Transfers. Offenbar werden noch letzte Details im Vertragswerk ausgehandelt. Die Eckdaten scheinen aber zu stehen. So werden die Norddeutschen den 21-Jährigen, der bis 2020 bei Sporting unter Vertrag steht, aller Voraussicht nach zunächst für eineinhalb Jahre ausleihen. Im Anschluss wollen die Hanseaten eine Kaufoption für den begabten Außenangreifer haben. Über die Ablöse wird anscheinend noch verhandelt. Lissabon will das in seiner berühmten Fußballschule "Academica de Sporting" ausgebildete Juwel keinesfalls zum Schnäppchenpreis abgeben. Im Gespräch sind 9,5 Millionen Euro. Eine Summe, die der HSV vermutlich auch 2017, wenn das Leihgeschäft enden soll, nicht ohne die Hilfe eines Gönners aufbringen könnte.

Die besten HSV-Transfers seit 1980

Chelsea-Angreifer ebenfalls ein Thema

Neben Mané sollen die Hamburger auch an Mittelstürmer Bertrand Traoré Interesse zeigen. Auch hier sei ein Leihgeschäft angedacht, heißt es in verschiedenen Medien. Der 20 Jahre alte Nationalspieler Burkina Fasos steht beim englischen Premier-League-Club FC Chelsea unter Vertrag, fristet bei den Londonern aber ein Reservistendasein. Der HSV unterhält bekanntlich zu den "Blues" nicht das allerschlechteste Verhältnis, seitdem Ex-Sportchef Frank Arnesen, der auch für Chelsea tätig war, während seiner Zeit an der Elbe die halbe Ersatzbank der Briten leergekauft hat. Anders als Jeffrey Bruma, Michael Mancienne und Jacopo Sala könnte Traoré aber tatsächlich eine Verstärkung für den Bundesligisten sein. Der Afrikaner bewies in der vergangenen Serie beim niederländischen Club Vitesse Arnheim seine "Knipser"-Qualitäten. In 42 Partien war der Torjäger 16 Mal erfolgreich und bereitete fünf Treffer vor. Eine Bilanz, die Chelsea dazu bewegte, Traoré an die Stamford Bridge zurückzuholen. Und überzeugt sind die Clubverantwortlichen noch immer von dem 20-Jährigen. Ein Verkauf des Stürmers kommt für sie angeblich nicht infrage.

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/sport/fussball/Bundesliga-Hamburg,hsv16254.html

1:2 - HSV hat Moral, Bayern Lewandowski

Der Hamburger SV hat zum Bundesliga-Rückrundenauftakt eine 1:2-Heimniederlage gegen den FC Bayern München hinnehmen müssen. Robert Lewandowski traf doppelt für den Rekordmeister. mehr

24 Bilder

Die größten Transfersünden des HSV

Bereits seit 1987 wartet der Hamburger SV auf den Gewinn eines bedeutenden Titels. Ein Blick auf die Transferpolitik des Clubs lässt erahnen, wo die Gründe liegen. Bildergalerie

Zu- und Abgänge der Bundesliga-Nordclubs

Alle Zu- und Abgänge der vier norddeutschen Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, Werder Bremen, Hannover 96 und Hamburger SV zur und während der Saison 2015/2016 im Überblick. mehr