Stand: 13.02.2016 17:53 Uhr

Bremen stürmt, holt aber nur einen Punkt

von Johannes Freytag, NDR.de
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Viktor Skrpnik zeigt es an: Werder kam nicht über ein 1:1 hinaus.

Werder Bremen hat den Schwung aus dem Pokalcoup in Leverkusen (3:1) nicht nutzen können. Die Elf von Trainer Viktor Skripnik kam am Sonnabend im Kellerduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Dass die Norddeutschen damit gegen die Kraichgauer im eigenen Stadion auch im neunten Spiel weiter ungeschlagen sind, wird sie kaum trösten. Spielerisch war Werder überlegen, vergab aber eine Vielzahl an Torchancen. Lediglich Papy Djilobodji dank der Mithilfe von Hoffenheims Ermin Bicakic traf für die Grün-Weißen. Andrej Kramaric hatte die Gäste zuvor in Führung gebracht. Die Bremer bleiben mit 20 Zählern weiter auf dem Relegationsrang. "Wir haben das phasenweise sehr ordentlich gemacht, konnten aber Hoffenheim nicht wirklich unter Druck setzen", trauerte Fin Bartels bei NDR 2 dem vergebenen Sieg nach: "Natürlich sind wir jetzt erst einmal enttäuscht."

1:1 - Werder verpasst den Befreiungsschlag

Bremen steckt Rückstand schnell weg

21.Spieltag, 13.02.2016 15:30 Uhr

  • Werder Bremen
  • 1:1


  • Hoffenheim

Tore: 0:1 Kramaric (10.) 1:1 Djilobodji (13.)
Werder Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Galvez (46. Öztunali), Djilobodji, S. Garcia - Vestergaard, Fritz - Grillitsch, Pizarro, Bartels (72. Junuzovic) - Ujah
Hoffenheim: Baumann - Bicakcic, Schär, Süle - Volland, Strobl, Rudy (66. Hamad), Ochs (73. Schmid) - Amiri (82. Polanski) - Eduardo Vargas, Kramaric
Zuschauer: 38454

Weitere Daten zum Spiel

Bis auf eine Ausnahme vertraute Skripnik der Elf, die auch in Leverkusen begonnen hatte. Für Mittelfeldspieler Levin Öztunali lief Anthony Ujah als zweite Spitze neben Claudio Pizarro auf. Werder sollte also offensiver agieren als beim Pokalcoup. Es sah zunächst auch ganz gefällig aus, was Fin Bartels über die linke und Theodor Gebre Selassie über die rechte Seite nach vorne brachten, Verwertbares sprang dabei allerdings nicht heraus. Stattdessen durfte sich Hoffenheims Neu-Trainer Julian Nagelsmann über "sein" erstes Bundesligator freuen: Nach einem Ballverlust von Pizarro marschierte Tobias Strobl auf und davon, die präzise Flanke des 25-Jährigen verwertete Kramaric per Kopf zur 1:0-Führung für die Gäste (10.). Die Bremer Reaktion folgte aber prompt: Nach einer Ecke von Florian Grillitsch kam Djilobodji im Strafraum an den Ball, der Schuss des Senegalesen wurde von Ermin Bicakcic abgefälscht - 1:1 (13.). Und es ging munter weiter: Pizarros Versuch wurde geblockt (19.), auf der Gegenseite hätte Djilobodji beinahe Felix Wiedwald in Verlegenheit gebracht (22.). Bicakcic klärte vor Ujah (25.) und schließlich wehrte Hoffenheims Keeper Oliver Baumann einen Drehschuss von Bartels zur Ecke ab (29.). Werder war spielbestimmend, zweikampfstärker und hatte auch mehr Torchancen - doch trotz der Überlegenheit blieb es bis zur Pause beim Remis.

Gelb-Rot für Hoffenheims Kramaric

Werder-Coach Skripnik stellte seine Elf für die zweiten 45 Minuten um: Öztunali kam für Alejandro Galvez ins Spiel, Vestergaard rückte von der Sechser-Position in die Abwehrkette. Aber statt offensiv mehr Akzente setzen zu können, waren die Bremer zunächst in der Defensive gefordert: Vestergaard stoppte im letzten Moment den einschussbereiten Kramaric (48.), Eduardo Vargas drosch über das Tor (53.), Kramarics Kopfball war nicht platziert genug (55.). Erst nach einer knappen Viertelstunde fand Werder wieder zurück in die Partie: Pizarro scheiterte zweimal an Baumann (57., 67.), Ujah setzte eine Hereingabe von Santiago Garcia knapp neben das Gehäuse (60.). Der Nigerianer vergab eine weitere Riesenchance, als er aus zentraler Position erneut verzog (76.). Hoffenheim geriet immer mehr unter Druck und schwächte sich zudem selbst: Kramaric sah für ein hartes Einsteigen gegen Zlatko Junuzovic die Gelb-Rote Karte (77.), den folgenden Freistoß des Österreichers setzte Djilobodji an den Pfosten (78.). Werder drängte nun auf den Siegtreffer - allein, er wollte nicht fallen. Der torgefährlichste Bremer, Innenverteidiger Djilobodji, scheiterte noch zweimal (85., 90.+1).

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