Stand: 25.03.2016 10:46 Uhr

Nach Sperre: Werders Djilobodji einsichtig

Während sein Verein noch mit dem Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hadert, hat sich Verteidiger Papy Djilobodji von Fußball-Bundesligist Werder Bremen einsichtig gezeigt. "So etwas sollte nicht auf oder neben einem Fußballplatz passieren", twitterte der 27-Jährige nach seiner Kopf-ab-Geste im jüngsten Spiel gegen Mainz und entschuldigte sich am Donnerstagabend auch bei seinem Gegenspieler: "Ich möchte mich aufrichtig bei Pablo de Blasis entschuldigen." Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte den Senegalesen zuvor für zwei Partien gesperrt. Djilobodji, der dem SV Werder in Dortmund (2. April) und gegen Augsburg (9. April) sowie wegen seiner fünften Gelben Karte auch gegen Wolfsburg (16. April) fehlt, muss zudem 15.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Eichin: "Stimmen zu, damit Ruhe einkehrt"

Der DFB-Kontrollausschuss hatte zunächst sogar drei Spiele Strafe beantragt. Weil Werder dem nicht zustimmte, kam es zur Einzelrichter-Verhandlung, in der die Sperre schließlich um ein Spiel reduziert wurde. Allerdings nicht, wie Geschäftsführer Thomas Eichin argumentiert hatte, weil die Geste in Afrika gebräuchlich sei, sondern weil de Blasis angab, die Geste nicht gesehen zu haben. Das sei der Unterschied zum Präzedenzfall Deniz Naki gewesen, erklärte Sportrichter Hans E. Lorenz. Der St. Paulianer war 2009 für drei Spiele gesperrt worden.

Eichin kann sich trotzdem nur schwer mit der Strafe abfinden: "Die Sperre von Papy Djilobodji trifft uns hart und stellt natürlich einen eklatanten Wettbewerbsnachteil im Abstiegskampf dar. Dem Urteil haben wir auch zugestimmt, damit endlich wieder Ruhe einkehrt, und wir uns auf das Sportliche konzentrieren können. Zudem wollen und müssen wir unseren Spieler schützen, der wegen einer unbedachten Geste, die sicherlich unglücklich war, in der Öffentlichkeit regelrecht kriminalisiert worden ist."

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/sport/fussball/Bundesliga-Bremen-Djilobodji,werder9044.html

Pizarro beschert Werder mit Rekordtor ein 1:1

Werder Bremen hat am Sonnabend im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 ein 1:1 erreicht. Torschütze Claudio Pizarro schloss mit seinem Treffer zum Rekordtorschützen Marco Bode auf. mehr

Ergebnisse und Tabelle Fußball-Bundesliga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr