Stand: 12.03.2016 17:44 Uhr

Bittencourt trifft Hannover mitten ins Herz

von Matthias Heidrich, NDR.de
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Einfach nur frustriert: 96-Kapitän Christian Schulz.

Wenn Hannover 96 ein Spiel wie das am Sonnabend gegen den 1. FC Köln nicht gewinnt, dann ist die Lage des Bundesliga-Letzten tatsächlich hoffnungslos. Die Niedersachsen lieferten bei der 0:2-(0:1)-Heimniederlage gegen genügsame Rheinländer eine Stunde lang eine sehr gute Partie ab. Allerdings zeigte sich 96 einmal mehr vollkommen harmlos vor dem gegnerischen Tor. Köln agierte hingegen beeindruckend effektiv. Zwei Möglichkeiten, zwei Tore. Ausgerechnet durch den Ex-Hannoveraner Leonardo Bittencourt, der die 96-Chance auf den Klassenerhalt in den Promillebereich absacken ließ. "Es ist ein absolutes Desaster. Die erste Hälfte war okay, die zweite ging gar nicht. Wir brauchen ein kleines Wunder", sagte 96-Torwart Ron-Robert Zieler im NDR Interview.

Die Hoffnung in Hannover schwindet

96 vergibt drei Chancen, Köln braucht nur eine

26.Spieltag, 12.03.2016 15:30 Uhr

  • Hannover 96
  • 0:2


  • 1. FC Köln

Tore: 0:1 Bittencourt (43.) 0:2 Bittencourt (61.)
Hannover 96: Zieler - Sakai, Milosevic (56. Hugo Almeida), C. Schulz, Sorg - Sané, Schmiedebach - Karaman, Kiyotake, Fossum (63. Klaus) - Szalai
1. FC Köln: T. Horn - Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector - Risse, Lehmann, Vogt (90. Olkowski), Gerhardt - Bittencourt (87. Hartel) - Modeste (89. Osako)
Zuschauer: 40600

Weitere Daten zum Spiel

Der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf konnte in der ersten Hälfte nur ein großer Vorwurf gemacht werden. Mehr Laufleistung, weitaus mehr Ballbesitz und die besseren Torchancen, die Niedersachsen kauften den äußerst passiven Kölnern komplett den Schneid ab. Einzig, die 96er trafen das Tor einfach nicht. Allein Adam Szalai hätte die Gastgeber mit einer komfortablen 2:0-Führung in die Pause schicken können. Doch die Leihgabe aus Hoffenheim schlenzte den Ball zunächst aus halblinker Position am langen Pfosten vorbei (26.), ehe er vier Minuten später eine Gelegenheit der Marke "Hundertprozentig" nicht nutzen konnte. Zuvor hatte Kölns Keeper Timo Horn Hannovers erste Chance zunichte gemacht, als er eine Klasseparade gegen den Distanzschuss von Kenan Karaman auspackte (13.). Es kam, wie es kommen musste: In der 43. Minute führten die Gäste ihren ersten gelungenen Spielzug auf, an dessen Ende Bittencourt zum 1:0 für Köln einschob. Bitterer ging‘s nicht für die engagierten Niedersachsen.

Bittencourt macht den Deckel drauf

Nach der Pause hatten die Gastgeber das Geschehen zunächst weiter im Griff, doch eine Unachtsamkeit von Karaman wurde in der 61. Minute bitter bestraft. Der 96er ließ sich von Jonas Hector am eigenen Strafraum leichtfertig den Ball abnehmen. Yannick Gerhardt bediente Bittencourt, der mit seinem zweiten Tor den Deckel für die Kölner draufmachte. Die sichtlich geschockten Niedersachsen warfen zwar alles nach vorne, doch ihre Harmlosigkeit konnten sie nicht mehr abschütteln. "Es tut mir einfach leid, dass wir im Moment nicht mehr liefern können und es einfach nicht auf die Reihe kriegen", sagte Schaaf mit Blick auf die eigenen Fans.

Einziger kleiner Hoffnungsschimmer für 96: Durch Frankfurts Niederlage in Gladbach beträgt der Abstand zum Relegationsplatz 16, den die Hessen inne haben, weiterhin sieben Zähler. Und am kommenden Sonnabend tritt die Schaaf-Elf in Frankfurt an.

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