Stand: 15.09.2017 20:57 Uhr

Braunschweig: Das nächste 1:1 bei Union

von Thorsten Schettle, NDR.de
Eintracht-Angreifer Christoffer Nyman (v.) bejubelt seinen Treffer zum 1:1.

Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig wartet weiter auf seinen zweiten Saisonsieg. In der Partie zweier potenzieller Aufstiegsanwärter holte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht am Freitagabend bei Union Berlin ein leistungsgerechtes 1:1 (0:0) - und damit zum vierten Mal in Folge das gleiche Ergebnis. Insgesamt war es für die "Löwen" am sechsten Spieltag sogar schon die fünfte Punkteteilung, sodass die Niedersachsen weiterhin im Tabellenmittelfeld verharren. "Unter dem Strich müssen wir mit dem Punkt leben, weil wir nach der Pause den Rückstand kassiert haben und unsere Kontersituationen nicht verwerten konnten", meinte Mittelfeldspieler Mirko Boland. Die Partie wurde mit einer Verspätung von 30 Minuten angepfiffen. Grund waren Braunschweiger Anhänger, die auf der Autobahn im Stau gestanden hatten.

Nur Hedlund hat die Chance zur Führung

6.Spieltag, 15.09.2017 18:30 Uhr

  • Union Berlin
  • 1:1


  • Braunschweig

Tore: 1:0 Hedlund (52.) 1:1 Nyman (62.)
Union Berlin: Busk Jensen - Trimmel, Leistner, Schönheim, Pedersen - Kroos (69. Daube) - Kreilach, Hartel (90.+1 Hosiner) - Gogia (73. Skrzybski), Polter, Hedlund
Braunschweig: Fejzic - R. Becker, Baffo, Valsvik, K. Reichel - Boland, Samson - Hernández, Abdullahi (83. Moll), Khelifi - Nyman (87. Kumbela)
Zuschauer: 21114

Weitere Daten zum Spiel

Das Ziel der Eintracht war klar: Endlich den Bann der verpassten Siege brechen und wieder den Killerinstinkt entwickeln, der die Mannschaft noch in der erfolgreichen Vorsaison ausgezeichnet hatte. Und das Lieberknecht-Team wollte seine Ambitionen offenbar gleich zu Beginn unterstreichen. Die Niedersachsen agierten mutig nach vorne - ohne sich allerdings klare Torchancen herauszuspielen. Die ersten Versuche von Robin Becker (2.) und Suleiman Abdullahi (14.) verfehlten ihr Ziel doch recht deutlich. Die Hausherren begannen ähnlich engagiert, aber im Gegensatz zu den Blau-Gelben wirkten die Berliner nach und nach eher passiv. Für den ersten echten Gefahrenmoment sorgten sie dennoch, als Felix Kroos seinen Teamkollegen Simon Hedlund im Strafraum in Szene setzte. Aus halbrechter Position platzierte der Schwede den Ball jedoch deutlich neben den linken Pfosten. Dass zu diesem Zeitpunkt bereits die 29. Minute lief, machte vor allem eines deutlich: Trotz allem Engagement fehlte es beiden Teams offensiv an Kreativität und Durchschlagskraft. Da gleichzeitig die Defensivreihen sich so gut wie keine Blöße gaben, ging es zurecht mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Nyman trifft aus abseitsverdächtiger Position

Das Bild sollte sich nach der Pause ändern. Immer öfter spielte sich das Geschehen in den beiden Strafräumen ab, und die Eintracht hatte dabei sogleich das Nachsehen. Sebastian Polter spielte einen Ball perfekt in die Gasse, wo Hedlund durchstartete und diesmal zielsicher zum 1:0 vollendete (52.) - "Löwen"-Keeper Jasmin Fejzic war chancenlos. Doch Braunschweig ließ die Köpfe nicht hängen und schlug zurück. Zunächst vergab Adullahi die große Chance zum Ausgleich, doch kurz darauf war die Partie wieder offen: Salim Khelifi setzte sich über die linke Seite durch, passte flach nach innen und fand dort Christoffer Nyman, der das Leder - allerdings aus abseitsvedächtiger Position - über die Linie drückte (62.). Ein Flachschuss des auffälligen Abdullahi (64.) sowie noch mehr ein Lattenkracher von Unions Marcel Hartel (72.) waren die nächsten Highlights. Polter prüfte zudem kurz darauf Fejzic, der den Ball gerade noch vor der Linie abwehren konnte (78.). In der Schlussphase beruhigte sich das Geschehen wieder zusehends, ein Kopfball von Gustav Valsvik (90.+4) war aus Braunschweiger Sicht lediglich ein letztes kleines Strohfeuer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 15.09.2017 | 22:40 Uhr

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