Stand: 04.11.2017 10:40 Uhr

Auch Kohfeldt kann mit Werder nicht punkten

von Johannes Freytag, NDR.de
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Florian Kohfeldt kann es nicht fassen: Sein Team spielte gut, verlor aber trotzdem.

Werder Bremen muss auch nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Die Hanseaten zeigten am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt zwar über weite Strecken eine gute Leistung, mussten sich aber durch einen Treffer kurz vor dem Abpfiff mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Niklas Moisander hatte im ersten Durchgang das Führungstor von Ante Rebic ausgeglichen. Max Kruse war nach der Partie bedient. "Das ist extrem bitter. Die beste Saisonleistung hin oder her: Wir haben wieder null Punkte, weil wir in den entscheidenden Momenten geschlafen haben", erklärte der Stürmer im NDR Interview. Kohfeldt darf sich trotz der Niederlage Hoffnungen auf ein längeres Engagement als Cheftrainer machen und wird am Dienstag das Training leiten. "Wenn wir ihm das nicht zutrauen würden, hätten wir ihn gar nicht erst zur Interimslösung gemacht", erklärte Sportchef Frank Baumann. Trotzdem wird es in der kommenden Woche Gespräche mit anderen Trainern geben.

Moisander kontert Rebic-Treffer

11.Spieltag, 03.11.2017 20:30 Uhr

  • E. Frankfurt
  • 2:1


  • Werder Bremen

Tore: 1:0 Rebic (17.) 1:1 Moisander (25.) 2:1 Haller (89.)
E. Frankfurt: Hradecky - C. Salcedo, Abraham, Falette - M. Wolf, Hasebe, Willems (79. Tawatha) - Boateng, Stendera (67. Gacinovic) - Rebic (76. Jovic), Haller
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson (90.+1 Belfodil) - Bargfrede (67. F. Kainz) - M. Eggestein (90.+1 Jóhannsson), Delaney - Bartels, M. Kruse, Junuzovic
Zuschauer: 51500

Weitere Daten zum Spiel

Mit Spannung waren Kohfeldts Personalentscheidungen erwartet worden. Der Trainer-Novize überraschte durchaus und brachte mit Philipp Bargfrede, Milos Veljkovic und Fin Bartels drei Neue gegenüber dem 0:3 gegen Augsburg. Lamine Sané, Robert Bauer und Ishak Belfodil saßen zunächst nur auf der Bank. "Sicherheit in der Spieleröffnung" hatte Kohfeldt als vorrangige Aufgabe bei Werder ausgemacht, und die Profis setzten das erstaunlich schnell um: Schon in der zweiten Minute hatte Max Kruse die Führung auf dem Fuß, der Angreifer scheiterte aus fünf Metern an Eintracht-Keeper Lukas Hradecky. Mitten hinein in den Bremer Offensivschwung platzte dann das 1:0 für Frankfurt. Rebic war von der Bremer Abwehrreihe "vergessen" worden und überwand Jiri Pavlenka vom linken Strafraumeck (17.). Doch im Gegensatz zur Vorwoche fiel Werder diesmal nicht auseinander: Nach einem Eckball setzte sich Moisander im Gewühl durch und traf zum Ausgleich (25.).

Hradecky verhindert dreimal die Bremer Führung

Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für die Gäste aus Norddeutschland. Zunächst hatten noch Frankfurts Marius Wolf (29.) und Rebic (32.) Torgelegenheiten, doch danach spielte nur noch Werder. Zlatko Junuzovic scheiterte aus vier Metern an Hradecky (40.), Kruses Schuss aus spitzem Winkel wehrte der Finne mit einer Faust ab (42.) und Maximilian Eggesteins Schlenzer aus knapp 20 Metern lenkte er artistisch um den Pfosten (45.).

Frankfurts Haller schockt Werder

Der zweite Durchgang begann umgekehrt: Zunächst hatte Bremen durch Eggestein eine Chance (53.), dann drängte Frankfurt mit Macht auf den erneuten Führungstreffer. Kevin-Prince Boateng grätschte den Ball am Tor vorbei (55.), Pavlenka wehrte einen Schuss von Jetro Willems ab (64.) und verhinderte anschließend ein Eigentor von Moisander (65.), Wolf traf nur den Außenpfosten (66.). Erst danach stand die Werder-Abwehr wieder sicherer. Allerdings hatte das offensive Spiel der Norddeutschen auch Kraft gekostet, Bremer Torgelegenheiten wurden zur Mangelware. Auf der Gegenseite schlugen dann die Gastgeber erbarmungslos zu: Willems flankte auf Sebastian Haller und der Stürmer, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, traf mit seinem ersten Torschuss per Direktabnahme zum 2:1 (89.).

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