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Jubel bei den Spielern von Hansa Rostock © fishing4
 

Hansa Rostock: Traditionsclub von der Ostsee

Der FC Hansa Rostock im Porträt. mehr

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

Hansa geht die Puste aus

von Tim Wolff, NDR.de
Trainer Frank Pagelsdorf (r.) tröstet die Rostocker Spieler. © imago Der Trainer muss trösten: Hansas Frank Pagelsdorf (r.) und sein Team schaffen 2008 den Klassenerhalt nicht.

Nach dem umjubelten Bundesliga-Aufstieg von Hansa Rostock mit Trainer-Rückkehrer Frank Pagelsdorf werden die Gesichter an der Ostsee nach den ersten Spielen der Saison 2007/2008 immer länger. Der Aufsteiger kommt zunächst überhaupt nicht in der neuen Spielklasse zurecht und findet sich nach fünf Pleiten in Folge frühzeitig im Tabellenkeller der Liga wieder. Erst am sechsten Spieltag feiern die Hanseaten den ersten Saisonsieg und setzen sich mit einer Serie von drei Erfolgen zunächst von den Abstiegsrängen ab. Doch den Leistungen der Pagelsdorf-Elf fehlt insgesamt die Konstanz. Zu selten hält das Team über einen längeren Zeitraum das Niveau hoch, vor allem in der Rückserie agiert die Mannschaft häufig zu mutlos. Rostock steigt schließlich nach einem Jahr als Tabellen-Vorletzter direkt wieder ab.

Zu Hause stark - auswärts Punktelieferant

In der Folge des desaströsen Saisonbeginns scheint das Team im Herbst endlich die Kurve zu bekommen. 14 Punkte aus sieben Partien zwischen September und November sorgen zwischenzeitlich für ein kleines Polster auf die Abstiegsränge. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum kurz vor Weihnachten kann sich die Heimbilanz der Rostocker sehen lassen: 14 Punkte im Ostseestadion bedeuten in der Heimtabelle einen vorrübergehenden zehnten Platz. Das Problem ist allerdings die Auswärtsschwäche der Norddeutschen. Acht Niederlagen steht zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Sieg gegenüber - kein Team ist in der Hinrunde auf des Gegners Platz schwächer. Der Aufsteiger überwintert mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die Hansa-Kogge steckt mitten im Abstiegskampf.

Hansa rutscht wegen Offensivschwäche ab

Rostock kassiert den Last-Minute-Gegentreffer gegen Cottbus. © imago Detailansicht des Bildes Knock-out in der Nachspielzeit: Gegen Energie Cottbus kassiert Hansa im Kellerduell kurz vor Schluss das 1:2. Der Mannschaft gelingt es allerdings auch in der Rückrunde lange Zeit, sich oberhalb der Abstiegszone zu halten. Vor allem die Defensive präsentiert sich zumeist sattelfest und lässt nur wenige Gegentore zu. Bis auf wenige Ausnahmen gestaltet das Team jede Partie ausgeglichen. Die Hansa-Offensive kommt im neuen Jahr aber nie richtig in Schwung. Lediglich 14 Treffer ihrer Mannschaft dürfen die Anhänger in der Rückrunde bejubeln - zu wenig, um sich entscheidend von den unteren Rängen abzusetzen. Nach einer 1:2-Niederlage gegen Bremen rutscht die Mannschaft am 29. Spieltag wieder auf einen Abstiegsplatz und kann sich bis zum Schluss nicht mehr befreien. Nach vier weiteren Niederlagen in Folge, teilweise mit Last-Minute-Gegentreffern, steht Rostock bereits am vorletzten Spieltag als Absteiger fest und verabschiedet sich bis auf Weiteres aus der Beletage. Hansas 2:1-Erfolg am letzten Spieltag in Bochum hilt da auch nicht mehr.

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Ex-Hansa-Profi Juri Schlünz (l.) wird mit einer Harley zum Legendenspiel in Rostock gefahren. © fishing4
 
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Die Rostocker Trainer haben einige Berg- und Talfahrten hinter sich. Frank Pagelsdorf und Andreas Zachhuber heuerten sogar mehrmals auf der Hansa-Kogge an. Alle Trainer im Überblick.

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Hansa-Coach Pagelsdorf verabschiedet sich von den Rostocker Fans © Picture-Alliance
 
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Kein Titel zu DDR-Zeiten, aber NOFV-Meister und -Pokalsieger 1991 sowie Ostdeutschlands erfolgreichste Bundesliga-Mannschaft: Hansas beste Zeit begann erst nach der Wende. Die Historie in Bildern.

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