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Jubel bei St. Paulis Markus Thorandt, Fabian Boll und Max Kruse (v.l.) © fishing4
 

FC St. Pauli: Braun-weiße Sympathieträger

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Fussball-Tippspiel
Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

NDR Tippspiel

Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

St. Pauli 1997: Aufwärts, abwärts, Abstieg

von Tim Wolff, NDR.de
St. Paulis Trainer Uli Maslo fleht gen Himmel. © imago Erfolgloses Beten für den Klassenerhalt: Trainer Uli Maslo fleht in Richtung Himmel.

Die Saison 1996/1997 wird für den FC St. Pauli in der Bundesliga zu einer Berg- und Talfahrt. Im zweiten Jahr nach dem umjubelten dritten Aufstieg in die Eliteklasse 1995 kann Trainer und Aufstiegs-Held Uli Maslo zum großen Teil auf den Kader zurückgreifen, der in der Vorsaison den Klassenerhalt gerade noch schaffte. Verstärkt durch zahlreiche Neuzugänge zeigt die Mannschaft eine Saison mit vielen Höhen und noch mehr Tiefen - am Ende reicht es jedoch nicht: Nach einer turbulenten Spielzeit stehen die Norddeutschen bereits am 32. Spieltag als Absteiger fest. Das dritte Bundesliga-Abenteuer endet für St. Pauli nach zwei Jahren mit Platz 18.

Siegesserie am Millerntor und Rang elf im Winter

Nach einem erfolgreichen Start mit vier Punkten aus den ersten drei Saisonspielen gerät der St.-Pauli-Motor im Frühherbst erstmals ins Stocken. Nach teilweise deftigen Pleiten gegen den KSC (0:4), Werder (0:3) und den HSV (0:3) rutscht das Team am achten Spieltag erstmals in die Abstiegszone. Doch die Talfahrt ist nur von kurzer Dauer: Fans und Mannschaft machen das Millerntor-Stadion in den letzten Spielen der Hinrunde einmal mehr zur Festung. Vier Heimsiege in Folge bedeuten für die Braun-Weißen den Sprung bis auf Rang elf und sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 16.

Absturz im Frühjahr - Maslo muss gehen

Stuttgarts Krassimir Balakov (Mitte) zieht gegen St. Pauli ab. © imago / Pressefoto Baumann Detailansicht des Bildes St. Paulis Defensive kommt gegen Stuttgarts Krassimir Balakov (Mitte) zu spät. Die Rückrunde gerät dann jedoch zum Desaster für die Mannschaft von Trainer Maslo. Woche für Woche werden die Kiezkicker in der Tabelle weiter nach unten durchgereicht. Das Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge aus der Winterpause ist schließlich am 22. Spieltag komplett aufgebraucht. Maslo, der seinen Vertrag noch im Februar um ein weiteres Jahr verlängert hatte, wird nach einer 0:4-Klatsche bei Mitkonkurrent Freiburg seines Amtes enthoben. Doch auch Interimstrainer Klaus-Peter Nemet kann den festgefahrenen Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen: Unter seiner Regie verliert St. Pauli jedes Spiel und erzielt in sechs Partien lediglich einen Treffer. Zu wenig, um das rettende Ufer noch zu erreichen. Die leidgeprüften Anhänger der Kiezkicker müssen zusehen, wie ihre Mannschaft letztlich sang- und klanglos aus der Bundesliga absteigt.

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Juri Sawitschew, Martin Driller und Jens Scharping (v.l.) feiern den Bundesliga-Aufstieg des FC St. Pauli im Jahr 1995. © picture-alliance / dpa
 
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Abstiege, Aufstiege und immer viele Emotionen: Der FC St. Pauli bewegt seine leidensfähigen Fans seit vielen Jahrzehnten - positiv wie negativ.

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St.-Pauli-Trainer Michael Lorkowski (l.) mit Rüdiger Wenzel © Witters
 
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Die Fans des FC St. Pauli haben schon einige Trainer kommen und gehen sehen. Am kürzesten schwang Klaus-Peter Nemet das Zepter, am längsten hielt bisher Michael Lorkowski durch.

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st. paulis abstieg 1978
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Relegationsspiel zwischen dem FC St. Pauli und den Stuttgarter Kickers 1991: Dieter Schlindwein (r.) verliert das Kopfballduell gegen Alois Schwarzer. © picture-alliance / Sven Simon
 

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