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Jubel bei St. Paulis Markus Thorandt, Fabian Boll und Max Kruse (v.l.) © fishing4
 

FC St. Pauli: Braun-weiße Sympathieträger

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

St. Paulis verpatzte Premiere: Platz 18

von Tim Wolff, NDR.de
St.-Pauli-Trainer Diethelm Ferner (l.) und Walter Frosch © imago/Rust Können St. Paulis Abstieg nicht verhindern: Trainer Diethelm Ferner (l.) und Abwehrspieler Walter Frosch

Besser kann ein Neuling nicht starten: Am ersten Spieltag der Saison 1977/1978 schlägt der FC St. Pauli in seinem ersten Spiel in Deutschlands höchster Spielklasse Werder Bremen mit 3:1. Als einige Wochen später auch noch das erste Hamburg-Derby gegen den HSV mit 2:0 gewonnen wird, kennt die Euphorie beim Aufsteiger keine Grenzen mehr. Doch beide Siege können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft von Trainer Diethelm Ferner in der Eliteklasse nicht mithalten kann. Das Abenteuer Bundesliga endet für die Braun-Weißen bereits nach einer Spielzeit wieder. St. Pauli muss als Tabellen-18. mit 86 Gegentoren den Weg zurück in Liga zwei antreten.

Zuschauerschwund am Millerntor und im Volkspark

Der anfänglichen Begeisterung folgt relativ schnell die Ernüchterung. Zu den Heimspielen, die zum Teil im Volksparkstadion des großen Konkurrenten stattfinden, kommen teilweise lediglich 5.000 Zuschauer - vom heutigen Status des Kultvereins ist St. Pauli in den 70er-Jahren noch meilenweit entfernt. Mit dem Sturz der Zuschauerzahlen fällt der Verein auch in der Tabelle. Als das Team am 19. Spieltag nicht über ein 0:0 gegen die in der Hinrunde überraschend schwachen Münchener Bayern hinauskommt, steht fest, dass der Liga-Neuling in seiner Premierenspielzeit auf einem Abstiegsplatz überwintert.

Katastrophale Rückrunde - frühzeitiger Abstieg

St. Paulis Franz Gerber im Dribbling © imago/Ferdi Hartung Fotograf: Ferdi Hartung Detailansicht des Bildes Mit 16 Treffern ist Stürmer Franz Gerber St. Paulis bester Torschütze. Nachdem die Hamburger in der Hinserie immerhin stets den Kontakt zum rettenden Ufer halten konnten, wird im neuen Jahr relativ schnell klar, dass der Weg für St. Pauli wieder zurück in Liga zwei führt. Nach der 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV im Revanche-Derby beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz schon sieben Punkte (Zweipunkte-Regel). Bereits Anfang April steht Ferners Mannschaft als erster Absteiger fest. In der gesamten Rückrunde gewinnen die Kiezkicker lediglich ein Spiel (5:3 gegen Frankfurt) und kassieren im Schnitt fast drei Gegentore. Dazu kommt eine fast schon unheimliche Serie von Verletzungen wichtiger Spieler. Da hilft es nicht, dass mit Franz Gerber einer der Top-10-Torschützen der Spielzeit die Schuhe für St. Pauli schnürt. Bitter für die Fans gestaltet sich der letzte Spieltag im Hamburger Volksparkstadion: Die bereits abgestiegenen Spieler des Tabellenletzten verlieren desolat mit 0:5 und müssen danach mit ansehen, wie die Gäste aus Köln die Meisterschaft feiern.

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Juri Sawitschew, Martin Driller und Jens Scharping (v.l.) feiern den Bundesliga-Aufstieg des FC St. Pauli im Jahr 1995. © picture-alliance / dpa
 
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Abstiege, Aufstiege und immer viele Emotionen: Der FC St. Pauli bewegt seine leidensfähigen Fans seit vielen Jahrzehnten - positiv wie negativ.

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St.-Pauli-Trainer Michael Lorkowski (l.) mit Rüdiger Wenzel © Witters
 
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Die Fans des FC St. Pauli haben schon einige Trainer kommen und gehen sehen. Am kürzesten schwang Klaus-Peter Nemet das Zepter, am längsten hielt bisher Michael Lorkowski durch.

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Relegationsspiel zwischen dem FC St. Pauli und den Stuttgarter Kickers 1991: Dieter Schlindwein (r.) verliert das Kopfballduell gegen Alois Schwarzer. © picture-alliance / Sven Simon
 

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