Valdas Ivanauskas kommt 1993 zum Hamburger SV. Bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Nürnberg trifft er doppelt, im zweiten Heimspiel gegen Schalke gelingt ihm ein sensationeller Treffer. Die HSV-Fans lieben "Ivan", doch der Stürmer hat sein Pulver fast vollkommen verschossen. Nach seinem Traumstart erzielt der Litauer in den folgenden 89 Bundesliga-Partien nur noch zehn Treffer und wartet mitunter mehrere Monate auf ein Tor.
In der Saison 1996/1997 schwebt der HSV lange Zeit in Abstiegsgefahr. Die endgültige Rettung gelingt am vorletzten Spieltag durch ein 2:1gegen Meister Borussia Dortmund. Stürmer Dirk Weetendorf trifft in seinem zweiten Bundesliga-Spiel doppelt. In Anlehnung an Uwe Seeler und Horst Hrubesch bekommt Weetendorf den Spitznamen "Horst-Uwe". Doch Weetendorf erzielt danach nur noch einen weiteren Bundesliga-Treffer.
Der Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff im brisanten Derby gegen Hansa Rostock: Was kann es Schöneres für einen Profi des FC St. Pauli geben? Für Kay Stisi ist der 24. März 1996 der Tag seines Profi-Lebens. In einer turbulenten Partie steht es in der 88. Minute 2:2. Stisi - neun Minuten zuvor eingewechselt - wird von Thomas Sobotzik in Szene gesetzt und trifft mit einem satten Linksschuss. Es bleibt sein einziges Bundesliga-Tor.
Einen noch emotionaleren Abend erlebt Keeper Benedikt Pliquett im März 2011. Zur Überraschung aller stellt St. Paulis Trainer Holger Stanislawski seine Nummer zwei im Derby beim Hamburger SV ins Tor. Pliquett hält seinen Kasten sauber, St. Pauli gewinnt erstmals seit 1977 ein Stadtduell gegen den HSV. Trotzdem steigt der Club am Ende der Spielzeit ab.
Auch Mustafa Kucukovic erlebt seinen größten Karriere-Moment in einem Nordderby. Der HSV-Angreifer erzielt im Dezember 2005 das 1:1 gegen Werder Bremen. Kucukovic gilt als größtes HSV-Talent seit Jahren, trifft aber anschließend nie mehr in der Bundesliga.
Für Frank Wolf steht ebenfalls lediglich ein Bundesliga-Treffer in den Statistiken: Am neunten Spieltag der Saison 1990/1991 reist der 1. FC Kaiserslautern als Tabellenführer zum FC St. Pauli. Linksfuß Wolf, der zuvor bereits als Vorbereiter geglänzt hat, schießt St. Pauli zum 1:0-Sieg. Nach einer starken Hinrunde verliert Wolf seinen Stammplatz und kommt in den folgenden zweieinhalb Jahren nur noch zu 14 Einsätzen für St. Pauli.
Clint Mathis kommt im Januar 2004 zu Hannover 96. Sein Einstand ist überragend: In den ersten fünf Partien erzielt der US-Amerikaner vier Treffer. Es wird nur noch ein weiteres im 96-Trikot folgen. Ende 2004 verlässt Mathis Hannover wieder und kehrt zurück in die USA.
Die Saison 2009/2010 von Hannover 96 wird durch den Suizid von Nationaltorwart Robert Enke überschattet. Die Mannschaft gerät vollkommen aus der Spur und rutscht nach 13 sieglosen Partien auf Rang 17 ab. Das 2:1 in Freiburg beendet die Negativserie. Elson gelingt im Breisgau sein einziges Tor für die Niedersachsen, das allerdings ein sehr wichtiges ist. Nach nur sieben Einsätzen kehrt der ausgeliehene Brasilianer zurück zum VfB Stuttgart.
Markus Daun wechselt 2002 zu Werder Bremen. Der junge Stürmer enttäuscht während seiner ersten Halbserie in der Hansestadt nicht, verbucht drei Tore in 14 Spielen. In den folgenden anderthalb Jahren herrscht jedoch Flaute beim Angreifer, der nach der Meisterschaft der Bremer 2004 zum 1. FC Nürnberg wechselt.
Boubacar Sanogo hat bei zwei Nordclubs einen Einstand nach Maß, verliert dann aber seine Form. 2006 kommt er zum HSV und wird nach vier Treffern in den ersten sechs Spielen in Hamburg gefeiert. Weitere Tore gelingen ihm nicht, 2007 wechselt Sanogo zu Werder Bremen. Dort schießt er sechs Treffer in den ersten neun Partien. Bis zu seinem Abschied im Winter 2009 folgen nur noch vier weitere Tore.
Jean-Kasongo Banza hat in der Spielzeit 1999/2000 beim VfL Wolfsburg einen starken Einstand. Bei seinem Debüt trifft er 13 Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:1 gegen 1860. Die "Wölfe" gewinnen mit 2:1. Am Saisonende geht der Kongolese (elf Spiele, zwei Treffer) nach Duisburg.
Fernando Baiano sorgt 2003 für eine perfekte Premiere beim VfL Wolfsburg. Der Brasilianer steuert beim 3:2 gegen Bayern München einen Doppelpack bei. Baianos Bilanz am Saisonende: Elf Treffer in 22 Partien. Im Sommer 2004 endet seine Zeit in Wolfsburg abrupt. Baiano lässt sich in Brasilien am Knie operieren, ohne den VfL zu informieren. Der Vertrag wird aufgelöst.
Fred Hoff begeistert die Fans von Hannover 96 am Ende der Bundesliga-Saison 1964/1965. In seinen ersten beiden Spielen gelingen ihm insgesamt drei Treffer. In der folgenden Spielzeit kommt er zunächst kaum zum Einsatz, dann markiert er am 15. Spieltag drei Tore gegen Kaiserslautern. Am Saisonende verlässt Hoff Hannover und wechselt zu Göttingen 05.
Hansa Rostock qualifiziert sich als letzter DDR-Oberliga-Meister 1991 für die Bundesliga und sorgt dort für Aufsehen. Das erste Spiel gewinnen die Mecklenburger mit 4:0 gegen Nürnberg. Florian Weichert (l.) schießt die ersten beiden Treffer, sechs werden es insgesamt in dieser Spielzeit. Es folgen Stationen beim HSV, VfB Leipzig und Dynamo Dresden.
Ein 21-Jähriger aus Kühlungsborn spielt sich zum Auftakt der Saison 2002/2003 ins Rampenlicht. Marco Vorbeck schießt Hansa Rostocks erstes Tor der Spielzeit - die Mecklenburger gewinnen mit 2:0 bei 1860 München. Die Hoffnungen auf eine große Bundesliga-Karriere erfüllen sich für Vorbeck jedoch nicht. 38 Partien und sechs Treffer im Oberhaus stehen für ihn in den Statistiken.
Eintracht Braunschweig verpflichtet 1972 den dänischen Nationalspieler Bent Jensen von Girondins Bordeaux. Am vierten Spieltag der Saison 1972/1973 schießt der Stürmer die Eintracht zum 1:0-Erfolg in Oberhausen. Anschließend trifft er nur noch einmal und verlässt Braunschweig am Ende der Spielzeit Richtung Austria Klagenfurt.
Detlef Spincke steht nur wenige Sekunden auf der großen Fußball-Bühne. Trotzdem gehört er zu einem besonderen Kreis von Bundesliga-Spielern: Spincke ist einer von lediglich 15 Akteuren, die in ihrer Karriere genau eine Minute im Oberhaus auflaufen. Am 24. Januar 1976 kommt er für den HSV gegen Offenbach zum Einsatz.