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Uwe Seeler nach seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion 1972 © dpa
 

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Jünger als die Stars - Ochs trainiert den HSV

HSV-Trainer Klaus-Dieter Ochs (l.) mit Uwe Seeler. © imago Detailansicht des Bildes HSV-Trainer Klaus-Dieter Ochs (l.) mit Sturmlegende Uwe Seeler. Am Anfang der Saison 1970/1971 befand sich der Hamburger SV am Scheideweg: Stars wie Uwe Seeler, Gert Dörfel oder Willi Schulz waren bereits älter als 30 Jahre, Trainersenior Georg Knöpfle hatte sich mit 66 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Der Nachfolger sollte den dringend notwendigen Umbruch beim HSV einleiten. Die Hanseaten bewiesen bei ihrer Trainerwahl Mut: Sie beförderten den Amateurcoach Klaus-Dieter Ochs zum Cheftrainer. Der 30-Jährige avancierte bei seinem ersten Bundesligaspiel an 15. August 1970 zum jüngsten Bundesligatrainer aller Zeiten. Ihm am nächsten kommt St.-Pauli-Coach Helmut Schulte, der bei seinem Erstliga-Debüt am 23.7.1988 knapp drei Wochen älter war.

Kaltz, Kargus, Hidien und Memering debütierten unter Ochs

Zwar gab es in Bernd Stöber (24 Jahre, Saarbrücken 1976) und Karlheinz Mülhausen (30 Jahre, Hannover 1968) zwei noch jüngere Übungsleiter, sie fungierten aber lediglich als Interimstrainer. Ochs hingegen blieb drei Jahre beim HSV, führte den Club in seiner Debütsaison auf den fünften Platz. In den Folgejahren sprangen lediglich die Ränge zehn und 14 heraus, aber dem jungen Trainer war es dennoch gelungen, junge Talente in die Mannschaft einzubauen: Unter Ochs debütierten Rudi Kargus, Manfred Kaltz, Caspar Memering und Peter Hidien - das Quartett zählte 1979 zum Stamm der HSV-Mannschaft, die erstmals Bundesliga-Meister wurde.

Glücklos in Osnabrück

Zur Saison 1973/1974 wechselte Ochs zum Regionalligisten VfL Osnabrück. Im ersten Jahr verpassten die Niedersachsen die Bundesliga-Aufstiegsrunde nur knapp, während der anschließenden Spielzeit - in der neu gegründeten Zweiten Liga - wurde Ochs im April 1975 entlassen. Der 35-Jährige kehrte dem Fußball den Rücken, nahm sein Studium wieder auf und arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 als Sport- und Religionslehrer in Wattenscheid und Dortmund.

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Otto Rehhagel, Uwe Seeler und Paul Breitner (Montage) © imago Fotograf: Baumann , Sven Simon, Werek
 

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