Spektakuläre Fallrückzieher und wichtige Tore: Uwe Seeler gilt in seiner aktiven Zeit als einer der besten Mittelstürmer der Welt.
1954: Im Wembley-Stadion bestreitet Uwe Seeler (l.) als 18-Jähriger sein zweites Länderspiel.
Familienglück: Im Februar 1959 heiratet Uwe Seeler seine Frau Ilka, damals Handballerin beim HSV.
Seit über 50 Jahren sind die Seelers verheiratet und haben drei erwachsene Töchter.
Uwe Seeler mit dem Foto der HSV-Meistermannschaft von 1960. Im Finale besiegten die Hamburger den 1. FC Köln mit 3:2.
Seeler wird 1960 zum ersten Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Auch 1964, als er sich mit 30 Treffern die erste Bundesliga-Torjägerkanone sichert, und letztmals 1970 im Alter von 33 Jahren erhält er die Auszeichnung.
In typischer Haltung: Uwe Seeler 1961 beim Meisterschafts-Endrundenspiel im Volksparkstadion gegen Eintracht Frankfurt. In diesem Jahr schlägt er ein für damalige Verhältnisse fast unglaubliches Angebot von Inter Mailand aus, hält "seinem" HSV und Hamburg die Treue. Er avanciert endgültig zum Mythos.
1963: Der HSV gewinnt das DFB-Pokalfinale mit 3:2 gegen Borussia Dortmund. Seeler erzielt zwei Tore.
Auch in der Nationalmannschaft ist Seeler eine feste Größe. Ab 1961 ist der HSV-Stürmer Kapitän der DFB-Elf.
Im Februar 1965 scheint Seelers Karriere beendet. In Frankfurt zieht er sich ohne gegnerische Einwirkung einen Riss der Achillessehne zu.
Nach einem halben Jahr steht Seeler (2.v.l.) wieder auf dem Platz. In Stockholm schießt er das entscheidende Tor in der WM-Qualifikation. Das DFB-Team reist zur Endrunde 1966 in England.
Uwe Seeler beim Wimpeltausch mit Englands Kapitän Bobby Moore vor dem WM-Finale 1966. In der Mitte: Schiedsrichter Gottfried Dienst. Deutschland verliert das Endspiel 2:4.
Uwe Seeler (r.) vor dem WM-Halbfinale 1970 mit Italiens Kapitän Giacinto Facchetti. Die Partie geht als "Jahrhundertspiel" in die Geschichte ein - Italien gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung.
Torjäger: Uwe Seeler und Gerd Müller - bei der WM 1970 ein kongeniales Duo.
Am 9. September 1970 bestreitet Seeler, der in 72 Einsätzen im Nationalteam 43 Tore schoss, sein letztes Länderspiel. Vor der Partie wird er als erster Sportler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und zum DFB-Ehrenspielführer ernannt.
Schon während seiner Karriere als Fußballer baut sich Seeler eine berufliche Existenz auf. Für adidas ist er als Generalvertreter und später Generalbevollmächtigter aktiv.
1. Mai 1972: Mit einem Spiel zwischen dem HSV und einer Weltauswahl nimmt Seeler Abschied vom aktiven Fußball.
Legenden unter sich: Uwe Seeler und Pele bei der WM-Eröffnung 1974.
Jahrelang lehnt es Seeler ab, beim HSV ein Amt zu bekleiden. Als sein Club in einer tiefen Führungskrise steckt, übernimmt er im Herbst 1995 aber doch den Posten des Vereinspräsidenten. Die Führungscrew macht jedoch durch Skandale Negativschlagzeilen. Auch die Reputation des Präsidenten leidet, wenngleich ihm eine persönliche Verfehlung nie angelastet wird. Mitte Juni 1998 tritt Seeler zurück.
Am 26. November 2003 wird Seeler zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt. Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust überreicht die Urkunde.
April 2005: Der HSV ehrt Seeler mit einer überdimensionale Nachbildung seines rechten Fußes. Das Denkmal steht vor der Arena im Volkspark.
Für immer verbunden: Uwe Seeler und der Hamburger SV. Wie kaum ein anderer hat er es geschafft, trotz aller Erfolge und allen Wohlstandes der zu bleiben, der er schon immer war.