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Szabolcs Huszti (3.v.l) bejubelt seinen Treffer Lars Stindl (l.), Leon Andreasen und Konstantin Rausch (r). © dpa-bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

Hannover 96: Auf und Ab des Traditionsclubs

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

96: Seuchenjahr endet mit Abstieg

von Tim Wolff, NDR.de
Hannover-Trainer Werner Biskup © imago Trainer Werner Biskup ist bis heute eine Legende bei Hannover 96. Sein Alkoholproblem wird ihm in der Abstiegssaison zum Verhängnis.

Nach dem völlig überraschenden Aufstieg mit seiner jungen Mannschaft, steht 96-Trainer Werner Biskup vor der Aufgabe, für die Saison 1985/1986 die Bundesliga-Tauglichkeit von Hannover 96 zu gewährleisten. Stürmer Frank Hartmann ist der einzige Abgang eines Stammspielers der Niedersachsen. Dagegen präsentieren die "Roten" mit Jürgen Fleer, Roman Geschlecht und Siegfried Reich einige gestandene Bundesliga-Profis als Neuzugänge. Die selbstbewusste Aufstiegsmannschaft verstärkt durch erfahrene Spieler - eigentlich eine gute Mischung, um in der Eliteklasse zu bestehen. Doch die Spielzeit verläuft für 96 katastrophal und endet mit dem dritten Abstieg der Niedersachsen.

Eklat in Frankfurt: Biskup betrunken

Nach neun Jahren Bundesliga-Abstinenz verläuft der Saisonstart für Hannover schleppend: Erst am achten Spieltag feiern die Fans nach einem 2:0 gegen Saarbrücken den ersten Sieg. Die Mannschaft steckt zu diesem Zeitpunkt bereits im tiefsten Tabellenkeller. Doch der erste Sieg verhilft Biskups Team zu neuem Selbstvertrauen. Mit Siegen gegen Köln und Düsseldorf verschafft sich der Aufsteiger Luft im Abstiegskampf. Ausgerechnet in der Phase des Aufschwungs kommt es am 15. Spieltag aber zum Eklat: Beim 3:1-Auswärtssieg in Frankfurt ist Trainer Biskup offensichtlich stark angetrunken, bepöbelt während des Spiels den Schiedsrichter und fasst die Partie auf der anschließenden Pressekonferenz lallend zusammen. Biskups Alkoholproblem gilt als offenes Geheimnis; spätestens jetzt sind die Verantwortlichen jedoch zum Handeln gezwungen und entlassen den Aufstiegshelden aus seinem Amt.

Jürgen Rynio: Von der Trainerbank zurück ins Tor

96-Keeper Jürgen Rynio (l.) beim Strafstoß von Stuttgarts
Michael Nushöhr © imago/Werek Detailansicht des Bildes Bei der 0:7-Klatsche in Stuttgart kassiert 96-Torwart Jürgen Rynio drei Elfmetertreffer von Stuttgarts Michael Nushöhr. Der Rest der Saison verläuft für die Niedersachsen katastrophal mit teilweise kuriosen Geschehnissen. Zunächst nimmt Co-Trainer Jürgen Rynio den freigewordenen Platz auf der Trainerbank ein. Doch lange bleibt der ehemalige Torhüter nicht an der Seitenlinie: Zu Beginn der Rückrunde steht Rynio plötzlich wieder auf dem Platz. Neu-Trainer Jörg Berger kommt im Januar und stellt den Ex-Keeper in zwei Partien aus Mangel an Alternativen wieder zwischen die Pfosten. Bilanz: 0:5 gegen Bayern München und 0:7 gegen Stuttgart. Nach fünf sieglosen Spielen ist das Engagement vom späteren Feuerwehrmann Berger bei den Niedersachsen bereits wieder beendet. Manager Helmut Kalthoff ist schließlich der vierte Trainer bei Hannover innerhalb einer Saison. Doch auch er kann das Ruder nicht mehr rumreißen. Hannover gewinnt in der gesamten Rückserie kein Spiel und steigt als Tabellenletzter mit 92 Gegentoren ab.

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VfV Hildesheim - Hannover 96: Bruch eines Torpfostens am 7.1.1962 auf der Johanniswiese in Hildesheim © picture-alliance / dpa
 
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Hannover hat eine bewegte Vergangenheit im deutschen Fußball hinter sich. Höhepunkte waren die zwei deutschen Meisterschaften 1938 und 54 sowie der DFB-Pokalsieg 1992. Die Historie in Bildern.

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Rolf Schafstall © dpa
 
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In Mirko Slomka haben die Niedersachsen den 41. Coach der Vereinsgeschichte. Davor waren bereits Trainergrößen wie Helmut Kronsbein und Rolf Schafstall bei den "Roten" tätig.

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Hannovers Spieler gehen enttäuscht vom Platz © imago
 

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Werner Biskup (Archivbild aus dem Jahr 1985) © imago/Rust Fotograf: Rust
 

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