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Szabolcs Huszti (3.v.l) bejubelt seinen Treffer Lars Stindl (l.), Leon Andreasen und Konstantin Rausch (r). © dpa-bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

Hannover 96: Auf und Ab des Traditionsclubs

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Fussball-Tippspiel
Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

Auswärts zu harmlos: Hannovers Abstieg 1976

von Tim Wolff, NDR.de
Enttäuschte Spieler von Hannover 96 © imago/Rust Für Aufsteiger Hannover 96 ging es nach nur einem Jahr direkt wieder in die Zweitklassigkeit zurück.

Als Torfabrik der 2. Bundesliga Nord war Hannover 96 in der Vorsaison der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga gelungen. Trotz namhafter Abgänge vor der Spielzeit 1973/1974, unter anderem des torgefährlichen Mittelfeldspielers Gerd Kasperski, kann Hannovers Trainer-Ikone Helmut Kronsbein auf einen personell starken Kader zurückgreifen. Der Großteil der Spieler befindet sich in bestem Fußballer-Alter zwischen 25 und 30 Jahren, dazu gesellen sich Führungsspieler wie die erfahrenen Georg Damjanoff und Peter Anders sowie hoffnungsvolle Talente wie der junge Jürgen Milewski. Dass in der Bundesliga ein anderer Wind weht als im zweigleisigen Fußball-Unterhaus, bekommt der Zweitliga-Meister jedoch schnell zu spüren. Letztlich ist die Rückkehr in die Bundesliga nur von kurzer Dauer. Hannover 96 steigt als Tabellen-16. direkt wieder ab.

Auswärtsschwäche wird 96 zum Verhängnis

Das große Problem der Norddeutschen: In gegnerischen Stadien ist das Auftreten der Mannschaft zu harmlos. In 17 Partien gelingt den Roten nur ein Auswärtssieg, lediglich 15 Treffer erzielt 96 in der Fremde. Da hilft es wenig, dass über die gesamte Saison nur insgesamt drei Heimspiele verloren gehen. Nach einer 2:3-Derby-Niederlage beim Erzrivalen in Braunschweig am elften Spieltag rutscht Hannover bis auf den letzten Tabellenplatz. Nach Siegen gegen die direkten Konkurrenten Karlsruher SC (2:0) und Bayer Uerdingen (3:1) verlässt 96 zwar das Tabellenende. Dennoch: Der Aufsteiger überwintert auf einem Abstiegsplatz.

Déja-Vu an der Seitenlinie: Baldauf wieder Chef

Konsterniert: Hannes Baldauf (l.) und Helmut Kronsbein © imago/Rust Detailansicht des Bildes Wechsel im Winter: Nach der Entlassung von Chef-Coach Kronsbein (r.) übernimmmt Co-Trainer Hannes Baldauf das Training. Zwei Tage vor dem Beginn der Rückrunde reiben sich die 96-Fans dann verwundert die Augen: Kult-Trainer Kronsbein muss gehen und Co-Trainer Hannes Baldauf übernimmt das Zepter als Chef-Coach. Zwei Jahre zuvor hatte man dem damaligen Übungsleiter Baldauf den Klassenerhalt nicht zugetraut und Kronsbein als neuen Chef installiert. Ändern tut sich unter dem neuen Trainer in der Rückrunde jedoch wenig: Auswärts ist die Mannschaft regelmäßiger Punktelieferant, während im Niedersachsenstadion die Punkte eingefahren werden, die allerdings nicht ausreichen, um die Abstiegsränge zu verlassen. Ausgerechnet nach dem einzigen Auswärtssieg der Saison bei Schalke 04 (2:1) steht der Abstieg am vorletzten Spieltag schließlich rechnerisch fest. Zumindest gibt sich die Mannschaft im letzten Spiel nicht auf und schlägt zum Abschluss Offenbach klar mit 4:0 - im eigenen Stadion.

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VfV Hildesheim - Hannover 96: Bruch eines Torpfostens am 7.1.1962 auf der Johanniswiese in Hildesheim © picture-alliance / dpa
 
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Hannover hat eine bewegte Vergangenheit im deutschen Fußball hinter sich. Höhepunkte waren die zwei deutschen Meisterschaften 1938 und 54 sowie der DFB-Pokalsieg 1992. Die Historie in Bildern.

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Rolf Schafstall © dpa
 
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In Mirko Slomka haben die Niedersachsen den 41. Coach der Vereinsgeschichte. Davor waren bereits Trainergrößen wie Helmut Kronsbein und Rolf Schafstall bei den "Roten" tätig.

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