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Eintracht Braunschweig: Fast vergessene Erfolge

Eintracht Braunschweig im Porträt. mehr

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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

Braunschweig: Bye-Bye Bundesliga

von Tim Wolff, NDR.de
Braunschweig-Torwart Waldemar Josef ist enttäuscht. © imago Fassungsloser Torwart: Waldemar Josef kassiert beim Schützenfest auf dem Bökelberg zehn Gegentore.

Nach dem überraschenden neunten Platz mit dem neuen Trainer Aleksandar Ristic in der Vorsaison startet Eintracht Braunschweig mit einigen Vorschusslorbeeren in die Spielzeit 1984/1985. Der Bosnier, der zwischen 1974 und 1978 selbst die Schuhe für die "Löwen" geschnürt hatte, tauscht einen großen Teil der Spieler aus, um den einstelligen Tabellenplatz zu bestätigen. Doch über die gesamte Spielzeit präsentieren sich die Niedersachsen Bundesliga-untauglich. Konsequenz: Am Ende der Saison steigt Eintracht Braunschweig zum dritten Mal aus der Beletage ab.

Der Tiefpunkt: 0:10 gegen Gladbach

Bereits am zweiten Spieltag übernimmt Braunschweig nach einer 1:6-Klatsche in Stuttgart die "Rote Laterne" der Tabelle. Doch damit hat das Leiden der Eintracht-Fans noch kein Ende: Am 11. Oktober setzt es auf dem Bökelberg eine 0:10-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach - bis heute die höchste Niederlage in der Erstliga-Historie des Vereins und eines von nur sechs zweistelligen Ergebnissen in fünfzig Jahren Bundesliga. Als die Mannschaft im Herbst dann endlich die Kurve zu kriegen scheint und die Abstiegsränge für einen Spieltag verlässt, folgt eine Durststrecke von mehr als drei Monaten ohne Sieg. Insgesamt steht Eintracht Braunschweig an 33 von 34 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz.

Ristic geht im Streit, Patzig übernimmt

Braunschweigs Trainer Alexandar Ristic (v.l.), Co-Trainer Heinz Patzig und Masseur Heinz Gänse © imago/Rust Detailansicht des Bildes Aleksandar Ristic (l.) muss im Frühjahr 1985 gehen, Co-Trainer Heinz Patzig (M.) wird neuer Chef-Coach. Während auf dem Platz die Bundesligatauglichkeit fehlt, eskaliert der Streit zwischen Trainer Ristic und Eintracht-Alleinherrscher Günter Mast. Der Präsident unterwirft den Club einem strikten Sparprogramm, was den ambitionierten Coach zur Weißglut bringt. Die Fehde gipfelt in der Entlassung des Trainers im April 1985 - zu diesem Zeitpunkt beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bei noch sieben ausstehenden Partien bereits fünf Punkte (Zwei-Punkte-Regel). Co-Trainer Heinz Patzig übernimmt zum wiederholten Mal den Chef-Posten an der Seitenlinie. Den dritten Bundesliga-Abstieg von Eintracht Braunschweig, der nach einem 2:3 auf der Bielefelder Alm bereits am 31. Spieltag besiegelt wird, kann das Eintracht-Urgestein dennoch nicht mehr verhindern. Die Blau-Gelben verabschieden sich aus der Bundesliga als Tabellenletzter.

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Deutscher Meister 1967: Eintracht Braunschweig © Picture-Alliance/dpa
 
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Vom deutschen Meister zur Fahrstuhlmannschaft zwischen Zweiter und Dritter Liga: Die goldenen Zeiten der Eintracht aus Braunschweig liegen mittlerweile mehr als 30 Jahre zurück.

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Braunschweigs Meistermacher Helmut Johannsen (l.) © imago
 
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Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in den 1980er-Jahren gerät die Trainerbank von Eintracht Braunschweig zum Schleudersitz. Ein Überblick über alle Übungsleiter seit 1963.

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