Eintracht Braunschweig: Fast vergessene Erfolge
Eintracht Braunschweig im Porträt. mehr
Nach dem 1:2 gegen Düsseldorf am letzten Spieltag schleichen die Braunschweiger vom Platz.
Am 32. Spieltag der Saison 1972/1973 macht sich kollektive Erleichterung im Stadion an der Hamburger Straße breit: Eintracht Braunschweig hat den Erzrivalen und Konkurrenten im Abstiegskampf Hannover 96 mit 3:2 besiegt und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze für die Eintracht bei noch zwei ausstehenden Spielen. Durch die Zwei-Punkte-Regel würde den Löwen ein Sieg aus den letzten beiden Saisonspielen zum Klassenerhalt reichen. Doch nach dem letzten Spieltag hat sich das Blatt gewendet. An der Oker fließen die Tränen, während ein paar Kilometer weiter westlich gefeiert wird: Nach einem hochdramatischen Abstiegsfinale steigt Braunschweig als Vorletzter das erste Mal ab und Hannover jubelt über den Klassenerhalt.
Vor dem letzten Spieltag trennt beide Mannschaften nur ein Punkt. Hannover geht beim Auswärtsspiel in Wuppertal mit dem ersten Torschuss in Führung und legt bis zur Pause auch noch das 2:0 nach. Am Ende feiert 96 einen souveränen 4:0-Sieg beim Tabellendritten. Braunschweig hingegen wirkt im Heimspiel gegen Düsseldorf wie gelähmt. Das zwischenzeitliche 0:1 egalisiert Ludwig Bründl zwar kurze Zeit später; das Abstiegsgespenst ist aber an diesem Sonnabend Gast im ausverkauften Braunschweiger Stadion. In Halbzeit zwei gelingt den verunsicherten Hausherren nichts mehr und der Tabellenvierte aus Düsseldorf gewinnt 2:1. Hannover zieht in der Tabelle noch an Braunschweig vorbei.
Seltenes Bild in der Saison 1972/1973: Braunschweiger Spieler bejubeln einen von lediglich 33 Treffern in dieser Spielzeit.
Schon in der Vorsaison, die Trainer Otto Knefler immerhin noch auf Rang zwölf beendete, zeigte sich, dass der Mannschaft ein echter Torjäger fehlt. Die Stürmer Bründl und Dietmar Erler sowie Mittelfeldspieler Bernd Gersdorff treffen in der Abstiegssaison zwar regelmäßig, mehr als zehn Treffer schafft allerdings keiner der Top-Torschützen. Hinzu kommt, dass der Rest des Kaders zu wenig Torgefahr ausstrahlt. Am Ende der Spielzeit stellen die Löwen mit lediglich 33 erzielten Toren die mit Abstand schlechteste Offensive der Bundesliga - Torschützenkönig Gerd Müller von Bayern München trifft allein 36 Mal in die Maschen. Das Gründungsmitglied aus Niedersachsen steigt zum ersten Mal aus der Bundesliga ab.















































































































































































































































































































































































