Stand: 15.08.2012 15:54 Uhr  | Archiv

Einmalig: Zwei Brüderpaare in einer Mannschaft

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Gerd "Charly" Dörfel (r.) und Uwe Seeler (M.).

Brüderpaare sind in der Fußball-Bundesliga keine Seltenheit - gleich am ersten Spieltag liefen mit Dieter und Uwe Seeler zwei Spieler aus einer Familie für den Hamburger SV auf. Am 11. Januar 1964 folgten beim HSV die Dörfel-Brüder Gerd ("Charly") und Bernd. Viele weitere Paare gab es in der Bundesliga: Die Kremers-Zwillinge Erwin und Helmut, Klaus und Thomas Allofs, Karlheinz und Bernd Förster - um nur einige zu nennen.

Einzigartige Konstellation

Bis heute Einzigartiges vollbrachte aber der HSV am 8. Februar 1964 und am 13. Februar 1965: In diesen beiden Partien liefen gleich zwei Brüderpaare im Trikot der Hanseaten auf: Zu den beiden Seelers gesellten sich Bernd und Gerd Dörfel. Diese Konstellation hat es nie wieder gegeben - weder beim HSV noch bei anderen Bundesligaclubs. Zwar standen durchaus mehrfach zwei Brüderpaare in einer Bundesligapartie auf dem Platz (beispielsweise am 28. März 1981 die Allofs-Brüder auf Düsseldorfer Seite und die Försters auf Stuttgarter Seite), aber nie in einer Mannschaft.

8.2.1964: 1. FC Saarbrücken - Hamburger SV 1:1 (0:0)
Tore: 1:0 Krafczyk (54.), 1:1 U. Seeler (78.)
Saabrücken: Danner - Remark, Rohe, Steinmann, Hesse - Diehl, Maas, Krafczyk - Meng Schönwälder
Hamburg: Schnorr - Krug, Kurbjuhn, D. Seeler, Giesemann - Piechowiak, B. Dörfel, Boyens, G. Dörfel - U. Seeler, Dehn

13.2.1965: Hamburger SV - Werder Bremen 0:4 (0:2)
Tore: 0:1, 0:2 Matischak (16., 26.), 0:3 D. Seeler (78./Eigentor), 0:4 Schütz (80.)
Hamburg: Krämer - Krug, Kurbjuhn, D. Seeler, Wulf, Giesemann - Peltonen, Dehn, U. Seeler - B. Dörfel, G. Dörfel
Bremen: Bernard - Piontek, Höttges, Steinmann, Jagielski - Lorenz, Zebrowski, Schütz, Matischak - Ferner, Schulz

Uwe Seelers Leben in Bildern

Charly Dörfels Leben in Bildern

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