Stand: 23.09.2015 20:08 Uhr

St. Pauli setzt Höhenflug fort

von Christian Görtzen, NDR.de

Niemand siegt am Millerntor - außer dem FC St. Pauli! Trainer Ewald Lienen und seine Mannschaft haben das eigene Stadion wieder zu einer Bastion gemacht. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim gab es am Mittwochabend ein 1:0 (1:0). Dank der Punkte acht, neun und zehn in den vier Heimspielen dieser Saison übernachten die Kiezkicker in der Tabelle mit jetzt 17 Zählern auf dem zweiten Rang, einem direkten Aufstiegsplatz. Zum Matchwinner vor 29.000 Zuschauern avancierte Offensivspieler Sebastian Maier mit seinem Treffer in der 34. Minute. "Der Sieg war verdient, aber hart erarbeitet. Der Führungstreffer hat uns Ruhe und Sicherheit gegeben. Mir wäre es lieber, wenn wir nicht immer bis zur 93. Minute zittern müssten. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau", sagte Lienen. Nach einem knappen Viertel der Saison haben sich die Norddeutschen den Status eines potenziellen Aufstiegskandidaten erarbeitet.

1:0 - Kiezkicker bleiben auf Erfolgskurs

Maier trifft aus 18 Metern zum 1:0

8.Spieltag, 23.09.2015 17:30 Uhr

  • FC St. Pauli
  • 1:0


  • FC Heidenheim

Tore: 1:0 Se. Maier (34.)
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, P. Ziereis, Buballa - Rzatkowski, Alushi (25. Dudziak) - Sobota, Se. Maier (78. Kalla), Buchtmann - Verhoek (70. Thy)
FC Heidenheim: Jan Zimmermann - Philp (81. Widemann), Wittek, K. Kraus, Feick - Leipertz, Griesbeck, Theuerkauf (46. J. Reinhardt), Schnatterer - Morabit, Frahn (66. Voglsammer)
Zuschauer: 29154

Weitere Daten zum Spiel

Im Vergleich zum vergangenen Spiel bei Eintracht Braunschweig (0:0) hatte Lienen seine Elf auf zwei Positionen verändert: Anstelle von Jeremy Dudziak übernahm Christopher Buchtmann die Aufgabe im linken Mittelfeld und John Verhoek ersetzte im Angriff Lennart Thy. Nach einem durchaus engagierten Beginn der Braun-Weißen sank das Niveau der Partie minütlich. Die erste halbe Stunde bot nur einen drögen Feierabend-Kick. Erwähnenswert war allenfalls die Einwechslung von Dudziak, der nach 25 Minuten für den am rechten Oberschenkel verletzten Enis Alushi in die Partie kam. Plötzlich aber wurde es deutlich besser. St. Pauli sorgte durch eine Standardsituation dafür: Den von Buchtmann per Freistoß weit in den Heidenheimer Strafraum getretenen Ball legte Lasse Sobiech per Kopf zur Mitte ab, von wo aus Verhoek den Pfosten traf (25.). Keine zehn Minuten später war es vollbracht: Maier schoss durch die Beine seines Gegenspielers Norman Theuerkauf hindurch aus 18 Metern zum 1:0 (34.) ein. Für den Mittelfeldspieler war es das zweite Saisontor.

Sobiech verpasst es nachzulegen

Die Gäste waren zwar in der zweiten Halbzeit gefordert und sie wurden nun auch etwas offensiver, doch zittern mussten die Norddeutschen um ihren Vorsprung nicht. Dafür stand St. Pauli in der Defensive zu sicher. Nach 66 Minuten stiegen die Chancen der Lienen-Elf auf den dritten Heimsieg der Saison nochmals: Heidenheims bereits verwarnter Abwehrspieler Mathias Wittek sah nach einem Foul an Buchtmann die Gelb-Rote Karte. In der 79. Minute gab es dann für die Braun-Weißen die große Gelegenheit, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Doch Sobiech scheiterte nach einer Flanke von Marc Rzatkowski am prächtig parierenden Heidenheimer Torhüter Jan Zimmermann. Letztlich war das aber zu verschmerzen - St. Pauli gewann verdient mit 1:0.

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