Stand: 03.10.2015 17:22 Uhr

"Wölfe" kassieren Pleite in Gladbach

von Thomas Luerweg, NDR.de
André Schürrle (l.) kam zu einem Startelfeinsatz.

Der VfL Wolfsburg bleibt in der Fußball-Bundesliga weiter ohne Auswärtssieg. Im Duell der Champions-League-Teilnehmer unterlag die Mannschaft von VfL-Trainer Dieter Hecking am Sonnabend Borussia Mönchengladbach durch zwei tolle Einzelaktionen mit 0:2 (0:0). Beiden Teams waren die Champions-League-Auftritte unter der Woche anzumerken, die letzte Frische fehlte. In einer Partie auf Augenhöhe erspielten sich beide Teams lange nur wenige klare Torchancen, weil die Defensivreihen gut organisiert waren. Die Borussia brachte am Ende die nötige Kraft für zwei Überraschungsmomente auf. Sie entschied eine Partie innerhalb von drei Minuten, Coach André Schubert feierte den dritten Sieg in Folge. Wolfsburgs Stürmer André Schürrle ärgerte sich bei NDR 2 über die Niederlage: "Wir hätten hier mehr mitnehmen müssen", sagte er.

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Stindl trifft den Pfosten

8.Spieltag, 03.10.2015 15:30 Uhr

  • B. M'gladbach
  • 2:0


  • VfL Wolfsburg

Tore: 1:0 Nordtveit (75.) 2:0 Traore (79.)
B. M'gladbach: Sippel - J. Korb, Christensen, Alvaro Dominguez, Wendt - Traore, Dahoud (69. Nordtveit), G. Xhaka, F. Johnson (69. P. Herrmann) - Stindl, Raffael (89. T. Hazard)
VfL Wolfsburg: Benaglio - S. Jung, Naldo, T. Klose, R. Rodriguez - Guilavogui - D. Caligiuri, Arnold (81. Bendtner), M. Kruse, Ma. Schäfer (68. Dost) - Schürrle
Zuschauer: 52581

Weitere Daten zum Spiel

Hecking veränderte nach dem couragierten Auftritt der Wolfsburger gegen Manchester United am Mittwoch seine Startelf auf vier Positionen: Anstelle von Christian Träsch spielte Sebastian Jung auf der Rechtsverteidigerposition, Timm Klose rückte für Dante in die Innenverteidigung. Im linken Mittelfeld kam Routinier Marcel Schäfer zum Einsatz, vor ihm Schürrle als zweite Spitze neben Max Kruse. Es entwickelte sich eine lebhafte Partie, in der die Hausherren die erste große Chance hatten: Lars Stindl tankte sich im VfL-Strafraum durch, blieb mit etwas Glück in Ballbesitz und knallte die Kugel an den linken Pfosten (12.). Der Nachschuss von Oscar Wendt wurde gefährlich abgefälscht, doch Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio angelte sich die Bogenlampe. Nur eine Minute hätte Schürrle fast die Führung für die "Wölfe" herausgeschossen, doch Tobias Sippel im Gladbacher Tor parierte seinen Schuss aus nächster Nähe.

Pfiffe für Schürrle

Als Schürrle wenig später den Ball am Schlussmann vorbeilegte und im Strafraum fiel, forderten die Wolfsburger Strafstoß, doch Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Abstoß (18.). Die "Fohlen"-Fans wollten eine Schwalbe gesehen haben und pfiffen den Wolfsburger danach konsequent aus. Bis auf eine Direktabnahme von Schäfer (35.) und einen Distanzschuss von Raffael (42.). gab es keine nennenswerten Torraumszenen und so blieb es zur Pause bei einem leistungsgerechten 0:0.

Nordtveit und Traoré sorgen für die Entscheidung

Nach dem Wechsel nahm der Unterhaltungswert der Partie zunächst dramatisch ab. Lediglich Klose brachte Benaglios Tor mit einer Rückgabe per Kopf in Gefahr (52.). Außer einem Weitschuss von Stindl (60.) und einem von Daniel Caligiuri (70.) geschah lange wenig. Dann brachte der eingewechselte Havard Nordtveit die Borussia mit einem Sonntagsschuss in Führung: Raffael setzte sich rechts gegen Klose durch, passte den Ball an die Strafraumgrenze und im Wegrutschen knallte der Norweger die Kugel ins rechte untere Eck - unhaltbar für Benaglio (76.). Fassungslos verfolgte Hecking die Aktion von der Tribüne aus - Zwayer hatte ihn nach lautstarkem Protest dorthin geschickt. Drei Minuten später passte Stindl steil auf den schnellen Ibrahima Traoré, der Benaglio keine Chance ließ - 2:0. Dieser Doppelschlag war praktisch die Entscheidung. Raffael hätte erhöhen (82.) und der Ex-Gladbacher Kruse auf der anderen Seite verkürzen können (86.). Doch es blieb bei dem Gladbacher Erfolg, der in Ordnung ging, weil die Hausherren in den entscheidenden Situationen mehr Willenskraft aufbrachten.

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