Stand: 19.02.2016 22:39 Uhr

0:0 - HSV nimmt einen Punkt aus Frankfurt mit

von Christian Görtzen, NDR.de

Engagiert gespielt, lange Zeit die bessere Mannschaft gewesen - und dennoch hat der Hamburger SV am Freitagabend nicht die drei Punkte gewonnen. In einem niveauarmen Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt kam die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia vor 47.200 Zuschauern nicht über ein 0:0 hinaus. Bereits das Hinspiel endete mit diesem Ergebnis. Durch das Remis können die Hanseaten nach 22 Spieltagen immerhin schon 27 Punkte vorweisen. In der vergangenen Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt 24 Zähler gewesen. "Wer so viele Chancen hat, muss auch mal einen reinmachen. Wir haben heute eher zwei Punkte verloren", sagte HSV-Offensivspieler Aaron Hunt.

"Rothosen" mit Nullnummer in Frankfurt

HSV klar besser in torloser erster Halbzeit

22.Spieltag, 19.02.2016 20:30 Uhr

  • E. Frankfurt
  • 0:0


  • Hamburger SV

Tore: -:-
E. Frankfurt: Hradecky - Regäsel, Carlos Zambrano, Abraham, Hasebe - Russ, Stendera (81. Medojevic) - Aigner (90. Gacinovic), Fabian, Huszti (46. Seferovic) - Meier
Hamburger SV: Adler - Sakai, Djourou, Spahic, Ostrzolek - Holtby, G. Jung - N. Müller (67. Ilicevic), Hunt, Drmic (80. Kacar) - Rudnevs (71. Lasogga)
Zuschauer: 47200

Weitere Daten zum Spiel

Labbadia nahm im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (3:2) eine Änderung an seiner Anfangsformation vor. Kapitän Johan Djourou kehrte nach abgegoltener Gelb-Sperre wieder in die Innenverteidigung zurück. Für ihn musste der Brasilianer Cléber Reis Platz machen. Im Angriff vertraute der HSV-Coach ein weiteres Mal auf den Letten Artjoms Rudnevs. Pierre-Michel Lasogga musste erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die erste gute Gelegenheit bot sich den Norddeutschen in der 21. Minute: Rudnevs spielte den Ball per Absatzkick sehr gut in den Lauf von Gideon Jung. Doch der 21-Jährige zögerte zu lange, und so wurde sein Schuss aus 18 Metern noch geblockt. Die Gäste waren nun die bestimmende Mannschaft. Der Ball lief schlichtweg besser durch die Reihen - so auch in der 25. Minute, als Rudnevs nach einem Doppelpass mit Nicolai Müller den Frankfurter Schlussmann Lukas Hradecky mit einem Schuss aus halbrechter Position prüfte. Bald darauf kam bei einem Steilpass von Müller Richtung Fünf-Meter-Raum der Gastgeber Josip Drmic einen Schritt zu spät (32.). Gotoku Sakai zirkelte den Ball über das Eintracht-Tor (37.), Müller verstolperte aus wenigen Metern (44.). Das 0:0 zur Pause war schmeichelhaft für die Gastgeber, die erschreckend einfallslos agierten.

Adler rettet mit Glanzparade den Punkt

Fünf Minuten nach dem Wiederbeginn kam das Team von Eintracht-Trainer Armin Veh zu seiner ersten Gelegenheit: Im Anschluss an eine Ecke des Mexikaners Marco Fabian scheiterte Djourou daran, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Dieser gelangte stattdessen genau zum Japaner Makoto Hasebe, der mit einem Vollspannschuss aus 18 Metern äußerst knapp am Pfosten vorbeischoss. Labbadia zürnte an der Seitenlinie, doch ernsthaft in Bedrängnis gerieten die Hamburger in der Folgezeit erst einmal nicht. In der 71. Minute wechselte der HSV-Coach Rudnevs gegen Lasogga aus. Doch für Torgefahr sorgten jetzt vor allem die Hessen, die nun deutlich besser spielten als in der gesamten Spielzeit davor. Nach einem scharfen Querpass des Schweizer Haris Seferovic zwang Stefan Aigner den HSV-Torhüter René Adler mit einem Schuss ins kurze Eck zu einer Glanzparade (72.), wenig später verfehlte Fabian mit einem Freistoß knapp das Tor (77.). Letztlich blieb es beim torlosen Remis.

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