50 Jahre Bundesliga im Norden
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Nicht nur nach Dortmund und Hannover, auch nach Braunschweig und Berlin führt die Autobahn 2.
Einst war die Bundestraße 1 für Fußball-Fans eine wichtige Verkehrsader: Sie verband die Erstligisten Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Essen, VfL Bochum, Borussia Dortmund und Eintracht Braunschweig - zuletzt war dies in der Saison 1976/1977 der Fall. Auch Aachen liegt an der B 1, doch die Alemannia spielte nie zeitgleich mit dem oben genannten Quintett erstklassig, ebensowenig wie Wattenscheid 09. Jetzt, mit dem Aufstieg der Braunschweiger und der Berliner, gibt es eine neue Pulsader der Bundesliga: die A 2.
Ein Drittel der Liga ist entlang der A2 beheimatet.
Das B-1-Quintett zerfiel: Erst verabschiedete sich Essen (1977), dann verschwanden Braunschweig (1985), Düsseldorf (erstmals 1987) und Bochum (erstmals 1993) - teils vorübergehend - von der Bundesliga-Landkarte. Düsseldorf kam im Sommer 2012 wieder hoch, Eintracht Braunschweig in diesem Jahr. Doch die Rückkehr der "Löwen" bedeutet nicht die Wiedergeburt der Bundes(liga)straße 1, inzwischen hat der einstigen Verbindungsader eine Autobahn den Rang abgelaufen: Die A 2 ist die neue Aorta der Bundesliga, verbindet Schalke 04, Borussia Dortmund, Hannover 96, Eintracht Braunschweig, den VfL Wolfsburg und die Berliner Hertha miteinander. Ein Drittel der Liga ist entlang dieser Linie beheimatet.
519 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Gelsenkirchen und Berlin. Mittendrin - zwischen Kilometer 235 und 305 - liegen gleich drei Nordclubs. Ein Novum: Noch nie in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte spielten drei niedersächsische Vereine zeitgleich in der höchsten Klasse. Braunschweig war 1963 einziges Gründungsmitglied, Hannover stieg ein Jahr später auf, die Wolfsburger erst 1997 - da waren die Braunschweiger aber nur noch Drittligist. Nun gibt es also zwischen diesen drei Clubs in der kommenden Saison sechs Niedersachsen-Derbys auf höchstem Niveau und engstem Raum: Hannover und Braunschweig trennen rund 70 Kilometer, zwischen Wolfsburg und Braunschweig liegen nicht einmal 40. "Das freut uns wahnsinnig, dass wir kurze Anreisen haben. Das sind richtige Derbys, die alle elektrisieren werden. Das wird dem Fußball in Niedersachsen ganz sicher guttun", prognostiziert 96-Coach Mirko Slomka." Auch sein Wolfsburger Pendant Dieter Hecking konstatiert: "Konkurrenz belebt das Geschäft. Und eine kurze Auswärtsspielfahrt ist für Mannschaft und Trainer immer gut." Nicht zuletzt die Fans dürfen sich freuen: Dank der A 2 sind sie blitzschnell am Ort.















































































































































































































































































































































































