Stand: 26.01.2016 20:26 Uhr

"Sterne des Sports" strahlen auch im Norden

In vielen Vereinen bedeutet Sport mehr als Leistung und Disziplin, sie engagieren sich sozial, fördern Integration und Inklusion. Diese Clubs hat Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag mit dem "Stern des Sports" gewürdigt. Bei der Preisverleihung hob sie auch die integrative Bedeutung hervor, die den Sportvereinen in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen zukommt.

Vier von 17 Preisen gehen in den Norden

"Ein Dank an die Vereine, die sich trotz einiger Widrigkeiten nicht in ihrem Engagement entmutigen lassen", sagte Merkel bei der Ehrung in Berlin. Der mit 10.000 Euro dotierte Stern in Gold ging an den VfL Bad Wildungen in Hessen, aber auch einige Clubs aus dem Norden konnten sich freuen.

Auf Platz zwei wählte eine Fachjury den TSV Georgsdorfaus Niedersachsen. Für seine Aktion gegen Landflucht gewann der Verein aus der Region Weser-Ems 7.500 Euro. Den mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz erhielt der FC Süderelbe aus Hamburg. Der FC organisiert in Eigenregie eine Berufs- und Ausbildungsmesse mit Schwerpunkt Integration. Gerade Schulabbrecher und Flüchtlinge sollen so den Berufseinstieg schaffen und einen Ausbildungsplatz oder Job finden.

"Sport in Deutschland schafft eine Willkommenskultur"

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Kanzlerin Merkel zeichnet den FC Süderelbe für sein soziales Engagement aus.

Zum ersten Mal wurden per Onlinevoting auch Publikumspreise für Vereine mit besonders innovativen Ideen vergeben. Zwei der drei Auszeichnungen gingen nach Norddeutschland. Das Hamburger Basketball-Projekt "Sport ohne Grenzen" wurde Sieger und gewann ein Preisgeld von 2.000 Euro. Zudem wurde der Todtglüsinger Sportverein geehrt, der sich mit vielfältigen Freizeitangeboten und Kursen für Flüchtlinge stark macht.

Insgesamt wurden 17 Sportvereine ausgezeichnet. Auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, lobte die integrative Kraft des Sports: "Der Sport in Deutschland schafft eine Willkommenskultur".