Urlaubsparadies nicht nur für Promis: Sylt
Die Insel ist beliebtes Urlaubsziel und Naturparadies zugleich. mehr
Themen im Erlebniszentrums Naturgewalten sind der Küstenschutz und die Klimaforschung.
List auf Sylt ist der nördlichste Ort Deutschlands. Sein Name stammt aus dem Altdänischen und bedeutet so viel wie Küstenstreifen. Neben der Küste und dem feinsandigen Strand ist vor allem der neu gestaltete Hafen mit zahlreichen Shops in und um die historischen Tonnenhalle Hauptanziehungspunkt für Urlauber. Hier befindet sich auch die berühmteste Fischbude Deutschlands, mit der Jürgen Gosch seine Karriere als Fischkönig begonnen hat.
Direkt am Lister Hafen befindet sich das neue Ausstellungszentrum über die Naturgewalten an der Nordsee. Besucher erfahren Wissenswertes über die Meeres- und Klimaforschung, den Nationalpark Wattenmeer sowie über den Umwelt- und Küstenschutz auf Sylt.
Wegen seiner einzigartigen Natur ist der Ellenbogen ein Hauptanziehungspunkt auf Sylt.
Absolut sehenswert ist auch die Umgebung von List. Einen Hauch von Sahara spüren Besucher im sogenannten Listland. Besonders imposant ist die rund 30 Meter hohe und einen Kilometer lange Wanderdüne, die der Westwind immer weiter Richtung Osten treibt. Das Betreten der Düne ist aus Naturschutzgründen verboten. Ebenfalls für Besucher gesperrt ist der Königshafen mit der Vogelschutzinsel Uthörn, einst ein begehrter Fleck für die dänischen Könige. Die Bucht diente nämlich als wichtiger Schutzhafen zwischen Elbmündung und Jütlands Nordspitze. In privater Hand ist der Lister Ellenbogen, der nördlich von List liegt. Mit seiner unberührten Natur ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Aber Vorsicht: Das Baden ist am Ellenbogen wegen der starken Strömung lebensgefährlich.
Die Diva des Meeres lebt direkt vor Sylt. Seit 1986 züchtet Dittmeyer's Austern-Compagnie pro Jahr mehrere Hunderttausend Austern im Watt. Bei einer Führung durch den Betrieb erfahren Besucher wie empfindlich die Schalentiere sind, worauf bei der Zucht geachtet werden muss und natürlich wie eine Auster richtig geschlürft wird.
Seine Bänke sind wackelig, die Aussicht oft komplett zugeparkt, ständig halten bei ihm Busse an und dennoch: Für viele Einheimische und Touristen gibt es keinen schöneren Ort als bei Klaus. In den Dünen von Sylt, direkt vor dem Lister Ellenbogen, liegt Deutschlands nördlichste Bushaltestelle mit einem kleinen Kiosk. Sein Besitzer ist Klaus, besser bekannt als Bambusklaus. Von Frühjahr bis Herbst macht er aus seinem Kiosk eine nordfriesische Reggaepinte. Dann kommt in der Bambusbar jamaikanisches Flair auf, dazu gibt es Toast Hawaii und hausgemachte Erbsensuppe.
Klaus ist Kult! - Genau deshalb pilgert alle vier Wochen die halbe Insel zur Bambusbar, angezogen vom schrägen Barbesitzer, vor allem aber vom Vollmond. Dann feiert Bambusklaus seine legendären Vollmondpartys. Stimmt der Sänger sein selbstgeschriebenes Vollmond-Lied "Ich bin so gerne auf Sylt" an, tanzen hunderte Partygäste enthemmt in den Dünen. Für Feierfans ist dieses Ereignis ein absoluter Pflichttermin im Urlaubskalender auf Sylt.