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Der heiße Kampf ums Vogelhäuschen

von Florian Wöhrle, NDR.de

Der anfangs so milde Winter nimmt auch für unsere Gartenvögel eine dramatische Wendung: Durch den Temperatureinbruch mit sibirischen Kältegraden steigt der Energiebedarf bei den Tieren drastisch, gleichzeitig sinkt aber die Aussicht, bei gefrorenem Boden ausreichend Futter zu finden. Jetzt ist die richtige Zeit für Tierfreunde, die Vogelhäuschen zu befüllen - und außerdem die Chance, die Tiere und ihre Futterstrategien aus der Nähe mitzuerleben.

Unter Naturschützern wird das Füttern von Wildvögeln allerdings immer noch kontrovers diskutiert: Während viele darin einen sinnvollen Schutz vieler Tiere vor dem Kältetod sehen, lehnen andere jede Form der Extragabe als Eingriff in natürliche Ausleseprozesse komplett ab.

Vogelexperte Markus Nipkow vom Naturschutzbund (NABU) stellt klar: "Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Winterfütterung und Naturschutz zwei Paar Schuhe sind." Trotzdem befürworte er das Füttern, besonders für Kinder und Jugendliche: "Wo sonst lässt sich lebendige Natur selbst mitten in der Stadt und aus nächster Nähe so gut erleben?"

Wer die Vögel in der kalten Jahreszeit versorgen will, sollte sich allerdings an einige Regeln halten:

Zeitpunkt

Erst bei Frost und Schnee sollte das Futter angeboten werden, dann aber regelmäßig.

Ort

Das Futter sollte an einer übersichtlichen Stelle positioniert werden, damit die Vögel nicht zum leichten Opfer für heranpirschende Hauskatzen werden können. Auch sollte ein Futterplatz mindestens zwei Meter Abstand zu einer Glasscheibe haben.

Hygiene

Das Futter sollte trocken und sauber sein, um den Ausbruch von Krankheiten zu vermeiden. Der NABU empfiehlt Spender, bei denen die Tiere nicht in den Körnern herumlaufen und sie mit Kot verschmutzen können. Die Futterstelle sollte in jedem Fall regelmäßig gereinigt werden - zum eigenen Schutz vor Infektionen am besten mit Handschuhen.

Futterauswahl

Hochwertiges Futter verwenden, zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie und Meisenknödel. Salzige Nahrung wie zum Beipiel Speck ist tabu, ebenso Brot.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/wintervoegel111.html
Weitere Informationen
Ein Sperlingspaar wartet aufmerksam auf einen freien Platz am Futterhäuschen. Foto: Helgard Schnabel, Neubrandenburg. © NDR Fotograf: Helgard Schnabel
 

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Links

Was der Naturschutzbund NABU als Vogelfutter empfiehlt.

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