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Tauwetter im Norden

Ein Mann schiebt auf einer vereisten Straße in Rosenow (Mecklenburg-Vorpommern) Schnee und Eis an den Straßenrand. © dpa bildfunk Fotograf: Jens Büttner Detailansicht des Bildes Die Straßenverhältnisse im Norden bessern sich mit steigenden Temperaturen zusehends. Auf norddeutschen Straßen haben Schnee und Eis auch in der Nacht zu Heiligabend den Autofahrern stellenweise zu schaffen gemacht. Zwar entspannte sich die Lage wegen steigender Temperaturen vielerorts deutlich, doch alleine in Schleswig-Holstein musste die Polizei nach Informationen der NDR 1 Welle Nord zu rund 50 Unfällen ausrücken. Auf der Autobahn 226 bei Lübeck rutschte demnach ein Lkw in einen Graben. Er sollte mit einem Kran geborgen werden.

Sieben Verletzte bei Auffahrunfall

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntagabend bei einem Auffahrunfall im Landkreis Vorpommern-Greifswald sieben Menschen, unten ihnen drei Kinder, zum Teil schwer verletzt worden. Die Landstraße 321 zwischen Pasewalk und Viereck war nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt. Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns warnte die Polizei bei Temperaturen von knapp über null Grad auch am Montagmorgen noch vor vereisten Nebenstraßen und Fußwegen. Am Wochenende waren bei starkem Schneefall und nachfolgendem Eisregen zwei Menschen bei Unfällen auf den Straßen im Land ums Leben gekommen.

Massenkarambolage auf A 23

Am Sonntag hatten Schnee- und Eisregen zu spiegelglatten Straßen in Teilen Norddeutschlands geführt. Allein in Hamburg und Schleswig-Holstein ereigneten sich seit Samstagabend mehr als 100 Autounfälle. Auf der Autobahn 23 im Kreis Pinneberg war es zu einer Massenkarambolage gekommen: Bei Rellingen krachten 14 Pkw ineinander.

Auch mit dem Bahnverkehr gab es am Sonntag Probleme. Zwischen Elmshorn und Westerland auf Sylt beschädigte Eisregen die Oberleitungen. Mehrere Stunden lang fuhren keine IC- und ICE-Züge zwischen Hamburg und Westerland.

Großeinsatz für Hamburger Winterdienst

In Hamburg sperrte die Polizei in der Nacht die Autobahn 253 wegen Glätte. Auch die B 4 zwischen Wilhelmsburg und Wilhelmsburg Süd wurde bis zum Sonntagmorgen gesperrt. Der Hamburger Winterdienst war mit rund 400 Streu- und Räumfahrzeugen im Einsatz. Im Stadtteil Neuengamme wurden vier Menschen verletzt, als ein Auto mit Sommerreifen bei schneebedeckter Fahrbahn in den Gegenverkehr geriet und mit einem Lastwagen kollidierte.

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Besucher auf dem Brocken kämpfen gegen Sturm und Regen an. © dpa - Bildfunk Fotograf: Matthias Bein
 

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Schwerer Unfall in Niedersachsen

Den Autofahrern in Niedersachsen bereiteten die Straßenverhältnisse am vierten Advent keine größeren Probleme. Der einzig schwere Unfall am Sonntag wurde in der Lüneburger Heide von der A 7 gemeldet. Dort war ein 26-Jähriger mit seinem Auto auf vereister Fahrbahn ins Schleudern geraten, sein Pkw überschlug sich mehrfach und landete auf dem angrenzenden Acker. Zwei Menschen wurden aus dem Auto geschleudert, alle drei Beteiligten kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.12.2012 | 10:00 Uhr

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