Stand: 28.12.2012 18:50 Uhr
Wetter 2012: Sonne im Norden oft Fehlanzeige
Die Wetterbilanz 2012 fällt für den Norden durchwachsen aus. Extremwerte zeigen zwei Orte in Mecklenburg-Vorpommern. Hamburg trägt bei der Sonnenscheindauer die rote Laterne. Die Niedersachsen konnten sich über überdurchschnittliche Werte bei Temperatur und Sonnenscheindauer freuen. In Schleswig-Holstein zeigte sich die umgekehrte Tendenz. Bundesweit war das ablaufende Jahr insgesamt etwas wärmer, nasser und sonniger. Das ergab die Auswertung der Ergebnisse von rund 2.000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Eine Wetterbilanz des Nordens in Bildern.
Der Norden leidet 2012 unter Sonnenarmut
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In Ueckermünde erreicht die Temperatur am 6. Februar 2012 minus 28,7°C. Die Hafenstadt in Vorpommern ist damit der zweitkälteste Ort Deutschlands, hinter Oberstorf in Bayern. Mecklenburg-Vorpommern gehört mit einer Durchschnittstemperatur von 8,9°C zu den kühleren Bundesländern, obwohl es 0,7°C über seinem langjährigen Mittel liegt.
Niederschläge sind in Mecklenburg-Vorpommern 2012 eine Seltenheit. Mit nur 550 Liter pro Quadratmeter bleibt es deutlich unter dem Soll. Nur in Sachsen-Anhalt ist es noch trockener gewesen. Trollenhagen, nördlich von Neubrandenburg, ist 2012 mit nur etwa 413 l/m² der trockenste Ort Deutschlands.
Trübe ist es häufig 2012 in Hamburg. Die Hansestadt ist das sonnenärmste Bundesland im ablaufenden Jahr. Die Sonne scheint hier nur 1.453 Stunden, über 50 Stunden weniger als im langjährigen Mittel.
Besser ist die Bilanz für die Hansestadt bei der Temperatur. Nur in Berlin und Bremen ist es im Jahresmittel wärmer als in Hamburg. Die mittlere Temperatur liegt bei 9,5°C. Mit 735 l/m² regnet es auch weniger als üblich.
Durchwachsen fällt auch in Schleswig-Holstein die Wetterbilanz für 2012 aus. Mit durchschnittlich 8,8°C ist es zwar ein halbes Grad wärmer als 2011, im Vergleich der Bundesländer schafft es Schleswig-Holstein aber nicht in die obere Temperaturhälfte.
Nicht nur kühler, sondern auch feuchter als normalerweise ist es in Schleswig-Holstein 2012. Die Niederschlagsmenge liegt mit 811 l/m² leicht über dem Schnitt. Auch auf die Sonne ist kein Verlass: Sie zeigt sich seltener als normal.
Vergleichsweise wacker schlägt sich Niedersachsen im bundesweiten Wettervergleich. Die Experten des DWD registrieren ein Temperaturmittel von 9,4°C. Das sind immerhin 0,8°C mehr als 2011 und 0,1°C mehr als der Durchschnitt aller Länder. Ganz vorne liegen hier die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.
Die Sonne verwöhnt die Niedersachsen 2012 häufiger als den Durchschnitt der Deutschen. Insgesamt scheint sie 1.489 Stunden, über 30 Stunden mehr als im langjährigen Vergleich. Der Himmel hält seine Schleusen öfter als normal geschlossen. Die gemessene Niederschlagsmenge liegt mit 709 l/m² deutlich unter dem Schnitt.
Die Sonne verwöhnt die Niedersachsen 2012 häufiger als den Durchschnitt der Deutschen. Insgesamt scheint sie 1.489 Stunden, über 30 Stunden mehr als im langjährigen Vergleich. Der Himmel hält seine Schleusen öfter als normal geschlossen. Die gemessene Niederschlagsmenge liegt mit 709 l/m² deutlich unter dem Schnitt.
Was für ein Vergleich!
Der Vergleich hinkt sehr! Was ist ausschlaggebend für z. B. Niedersachsen. Man kann, ohne Meteorologe zu sein unschwer auf die Idee kommen, dass es zwischen den vom Seewetter geprägten Ostfriesland... [mehr]