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Schnee und Glätte in Norddeutschland

Autos fahren über die eisglatte Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen in Höhe Oyten. © dpa Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes Der Verkehr kam vielerorts nur im Schritttempo auf den eisglatten Straßen voran - wie hier auf der A 1 zwischen Hamburg und Bremen in Höhe Oyten. Das Wochenende vor Weihnachten hat Norddeutschland nochmal Schnee, Eis und Glätte gebracht. Für Nordostniedersachsen, Hamburg, das südliche Schleswig-Holstein und Westmecklenburg wurde am Samstagabend erneut eine Unwetterwarnung ausgesprochen - wegen gefrierenden Regens auf Straßen und Wegen. Fahrten mit dem Auto - und vor allem mit Motorrad oder Fahrrad - sollten in den betroffenen Gebieten vermieden werden. Mancherorts ist es sogar für Fußgänger zu glatt. Zahlreiche Unfälle hielten Polizei und Rettungskräfte in Atem.

Großraum Hannover: 30 Unfälle allein auf der A 2

In Niedersachsen gab es bereits seit Freitagabend viele schwere Unfälle. Im Landkreis Hildesheim kam eine Frau ums Leben. Im Großraum Hannover krachte es bis Samstagabend allein auf der A2 mehr als 30 Mal. Trotz des Einsatzes der Streudienste habe der gefrierende Regen die Fahrbahnen in spiegelglatte Eisflächen verwandelt, sagte ein Polizeisprecher NDR 1 Niedersachsen. Über die Zahl der Verletzten konnte er noch keine Auskunft geben.

Hier finden Sie Informationen über die aktuelle Verkehrslage in Norddeutschland.

Kollision von sechs Autos auf der A 1

Auch in Schleswig-Holstein kamen Autofahrer ins Schlittern. Auf der A 23 Heide-Hamburg ereigneten sich nach Polizeiangaben mindestens zehn Unfälle. Nahe der Anschlussstelle Itzehoe-Süd fuhr ein Auto in einen Lkw. Eine Frau sei leicht verletzt worden. Bei weiteren Unfällen blieb es bei Blechschäden. Die Fahrbahnen seien "schweineglatt", sagte ein Polizeisprecher. Auf der A1 Lübeck-Hamburg fuhren zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe sechs Autos ineinander. Es habe zwei Verletzte gegeben, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Im Bereich der Autobahnpolizei Bad Oldesloe habe es weitere 14 Unfälle auf den Autobahnen gegeben - auch auf der A 20 und A 21. Südlich von Bad Segeberg wurde dabei eine Frau schwer verletzt. Am Sonnabendnachmittag erreichte die Glätte auch den Norden Schleswig-Holstein. Auf der A 7 rückten die Rettungskräfte zu mehreren Unfällen zwischen Owschlag und Tarp aus. Mehrere Verletzte mussten ins Krankenhaus.

14 Unfälle in Westmecklenburg

Ein Radfahrer fährt an einer Landstraße über einen schneebedeckten Radweg. © dpa Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes Nicht nur Autofahrer haben mit der Straßenglätte zu kämpfen. Am Sonntag soll es in Mecklenburg-Vorpommern spiegelglatt werden. In Westmecklenburg gab es 14 Unfälle auf schneeglatten Straßen. Allein auf der A 24 krachte es zwischen den Anschlussstellen Zarrentin und Wittenburg sechs Mal, wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilte. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.

Glatte Gehwege in Hamburg

In Hamburg gab es laut Verkehrsleitzentrale eine Reihe leichter Unfälle. Die Stadtreinigung ist im Einsatz, die Straßen sind dort weitgehend frei. Allerdings waren die Gehwege zum Teil extrem glatt. Die Feuerwehr musste häufig ausrücken, weil Fußgänger gestürzt waren. Auch Radfahrer verletzten sich.

Heiligabend wird es mild

Bis Sonntag früh rechnen die Meteorologen mit zum Teil kräftigen Niederschlägen, die im Nordosten Norddeutschlands als Schnee und im Südwesten als Schneeregen vom Himmel kommen. Zwar setzt Tauwetter ein, aber es bleibt erst einmal glatt - vor allem in Vorpommern, wo es am Sonntag zunächst noch Schnee geben soll, der dann in Regen übergeht. Nach Angaben des Wetterstudios Hiddensee gibt es dann Glatteis und überfrierende Nässe. An Heiligabend sollen die Temperaturen dann in ganz Norddeutschland auf 6 bis 13 Grad steigen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 22.12.2012 | 10:15 Uhr

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Eisdecke auf der Autobahn 2.  Fotograf: Peter Steffen
 

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