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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Windkraft: Des einen Freud, des anderen Leid

Rund 3.000 Windkraft-Anlagen gibt es derzeit in Schleswig-Holstein - mit wachsender Tendenz. Im vergangenen Jahr erzeugten sie im nördlichsten Bundesland schon 44 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Besonders an den Küsten werden immer mehr Windräder gebaut: Dort herrschen optimale Bedingungen für die Nutzung von Windkraft.

Die Benachteiligten: Anwohner

Zwar produzieren die Anlagen sauberen Strom. Doch längst nicht alle sind erfreut über die Windriesen, die natürlich auch in der Nähe von Wohnorten gebaut werden. Viele Anwohner fühlen sich benachteiligt. Sie beklagen die Zerstörung ihrer Landschaft und die Lärmbelästigung. Auch sinkende Grundstückswerte sind für sie ein Ärgernis. In vielen kleinen Gemeinden haben sich eigene Bürgerinitiativen gebildet, die sich gegen die Ansiedlung neuer Windparks wehren. In der Reportage "Windkraft - nein danke?" kommen die Mitglieder von "Lebenswertes Langenhorn" zu Wort. Eine neue Windmühlen-Generation, so hoch wie der Kölner Dom, wird in ihrem Ort aufgestellt und ist den Anwohnern ein Dorn im Auge: "Die meisten Leute wissen noch überhaupt nicht, was mit diesen 150-Meter-Mühlen auf sie zukommt", sagt Bernd Korthaus, Sprecher der Bürgerinitiative. Im Landesverband der Windkraftgegner, "Gegenwind Schleswig-Holstein e.V." haben sich die Bürgerinitiativen des Bundeslandes zusammengeschlossen.

Kritischer Blick: Die Naturschutzorganisationen

Auch andere schauen kritisch auf das Thema Windkraft, etwa der Naturschutzbund (NABU). Zwar befürwortet der NABU prinzipiell den Ausbau der Windenergienutzung, jedoch unter bestimmten Naturschutzkriterien. So müssen etwa europäische Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete, Nationalparks, Kernzonen von Biosphärenreservaten und Meeresschutzgebiete nach dessen Auffassung von Windparks freigehalten werden. Diese Gebiete will auch der schleswig-holsteinische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) absichern. Außerdem seien Brut-, Nahrungs- und Raststätten besonders geschützter Arten freizuhalten, ebenso Vogelflugkorridore - auch zwischen Rast- und Nahrungsgebieten.

Auf der Sonnenseite: Betreiber und Investoren

Die Gewinner im Streit um die Windkraft sind in der Regel die Investoren und die Betreiber von Windkraftanlagen. Denn mit Windkraft lässt sich in der Regel gutes Geld verdienen. So gibt es in Schleswig-Holstein zum Beispiel Bauern, die einen Windpark betreiben und damit ihre Kasse aufbessern - kommen sie doch allein mit ihren Einnahmen aus der Landwirtschaft kaum über die Runden. Doch auch größere Unternehmen investieren in Onshore- und Offshore-Windparks. Vielerorts entstehen mittlerweile sogenannte Bürgerwindparks, die die Anwohner ins Boot holen wollen. Mit einer Mindesteinlage können sie sich an einem nahegelegenen Windpark beteiligen und werden dann auch an den Gewinnen beteiligt, die die Anlage abwirft. Eine der Ideen dahinter: Die Bürger können dann immerhin ein wenig entschädigt werden, wenn ihre Grundstücke und Häuser durch die Windparks an Wert verlieren.

Politik: Windkraft als Wirtschaftsfaktor

Die Windenergienutzung ist für Schleswig-Holstein ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Deshalb macht sich die Landesregierung für den Ausbau der Windkraftanlagen stark. 120 Quadratkilometer Eignungsgebiete seien für die Windenergienutzung ausgewiesen worden, ist auf der Homepage der Landesregierung zu lesen: "Dadurch konnte ein "Wildwuchs" der Windenergieanlagen verhindert und gleichzeitig die Akzeptanz für die Windenergien in der Bevölkerung gefördert werden."

Weil diese Flächen schon fast vollständig genutzt werden, setzt die Landesregierung nun auf Repowering. Ältere Anlagen werden also durch moderne ersetzt. Außerdem sind neue Offshore-Windparks in der Nordsee in Planung. Nicht zuletzt entstehen dadurch im Land neue Arbeitsplätze - bisher hat Schleswig-Holstein der Branche schon rund 7.000 neue Jobs zu verdanken.

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Logo Die Reportage © NDR
Dossier
Windpark © dpa Fotograf: ingo wagner
 

Windkraft - nein danke?

Die Reportage berichtet über den Konflikt um einen Windpark in Nordfriesland. mehr

Links

Homepage der Bürgerinitiative gegen Windkraft.

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Homepage des Landesverbandes der Windkraftgegner.

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Informationen zum Thema Windenergie auf der Homepage des Naturschutzbundes.

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Homepage mit Informationen zum Thema Windenergie.

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