Ein Stück Musikgeschichte in Nortorf: Von 1948 bis 1987 hatten Mitarbeiter auf Teldec-Gelände in Nortorf mehr als 850 Millionen Schallplatten produziert.
Teldec ist eine Zusammensetzung aus Telefunken und Decca Records und war ein Tochterunternehmen des AEG-Konzerns.
Auch Udo Lindenberg war oft in Nortorf zu Gast. Dabei schaute er sich auch den Kuhstall neben dem Teldec-Gelände an - wie dieses Foto beweist.
Heinz Borchardt arbeitet sich in seiner beruflichen Laufbahn vom Ingenieur zum technischen Leiter der Fabrik hoch. Fast 40 Jahre war der mittlerweile 89-Jährige für das Presswerk beschäftigt.
In Nortorf wurde nicht nur gepresst, sondern auch die Technik vorangetrieben - dazu gehörte die DMM-Technologie.
Das Direct Metal Mastering von Teldec wird heute noch weltweit bei der Produktion von Schallplatten eingesetzt.
Aus solchen Rohlingen entstanden damals in schwerer Handarbeit Schallplatten.
Die Arbeiter mussten damals die Presse von Hand bedienen und anschließend die 150 Grad heißen Schallplatten manuell rausnehmen.
Im ersten Jahr waren bei Teldec nur 24 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Blütezeit arbeiteten dort mehr als 1.000.
1987 übernahm der amerikanische Medienkonzern Time Warner die Teldec Schallplatten GmbH.
Zum Schluss nutzten die Verantwortlichen den Standort überwiegend als Lager. Doch die mehrstöckigen Gebäude waren als Lagerhallen ungeeignet und wurden verkauft.
Die Erinnerungen an die goldene Zeit von Teldec bleiben in diesem Museum erhalten.
Zahlreiche Schallplatten und entsprechende Abspielgeräte, wie dieses Gramophon, gibt es hier zu bestaunen.
Auf den 2,7 Hektar entsteht demnächst ein Einkaufszentrum. Der neue Besitzer ist die May Gruppe aus Itzehoe. Die rot markierten Gebäude sollen ab Ende Juni abgerissen werden.