Brokdorf ist in Deutschland das zweitproduktionsstärkste Atomkraftwerk. Der Druckwasserreaktor soll mit einer Schutzkuppel aus Stahlbeton auch gegen kleinere Flugzeugabstürze geschützt sein.
In der Kreisfeuerwehrzentrale des Kreises Steinburg ist der Hauptsitz des "Löschzugs Gefahrgut". Diese Spezialeinheit der Feuerwehr muss bei einem Strahlenunglück ausrücken.
Von dieser Leitstelle in Breitenburg bei Itzehoe werden die Einsätze des "Löschzugs Gefahrgut" koordiniert.
Rund um das AKW Brokdorf gibt es drei Evakuierungs-Zonen: mit einem Radius von zwei, einem von zehn und einem von 25 Kilometern.
Spezielles Gerät für speziellen Einsatz: der Löschzug Gefahrgut ist mit 13 Fahrzeugen und 120 ehrenamtlichen Mitgliedern für den Ernstfall vorbereitet.
Der Leiter des Löschzugs, Timo Plath, demonstriert die Ausrüstung eines ABC-Messfahrzeugs. Mit diesem werden im Ernstfall Strahlenproben im ganzen Kreisgebiet genommen und an die Krisenzentren übermittelt.
Mit mobilen Strahlenmessgeräten wird die radioaktive Belastung in Boden, Wasser und Luft gemessen.
An zentralen Sammelstellen im Kreis wird die Bevölkerung auf Strahlenbelastungen untersucht. Sollten diese höher als erlaubt sein, müssen die Menschen abgeduscht, also dekontaminiert werden. Dafür hat der Löschzug spezielle Lkw, die mit Warmwasserpumpen und mobilen Duschzelten ausgerüstet sind.
Die Standard-Strahlenschutzanzüge der Feuerwehr sind aus einfachem Baumwollstoff und schützen davor mit verseuchtem Material in Kontakt zu kommen. Einen effektiven Schutz gegen die Strahlung, in dem man sich bewegen könnte, gibt es auch für die Katastrophenhelfer nicht.