Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
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Die Mitarbeiter der Provinzial in Kiel sind am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung über den möglichen Verkauf des Unternehmens an den Allianz-Konzern informiert worden. Ob das Unternehmen wirklich verkauft wird, blieb offen. Die vier Eigentümer der Provinzial jedoch informierten in einer Stellungnahme, dass sie sehr zeitnah entscheiden wollen, ob das Unternehmen verkauft wird. Im Anschluss an die Versammlung trafen sie sich die knapp 1.000 Mitarbeiter zu einer Demonstration und zogen durch die Kieler Innenstadt.
"Es war viel Druck auf dem Kessel in der Betriebsversammlung", sagte ver.di-Landesleiter Frank Schischefsky. Eine Übernahme durch die Allianz wäre für Gewerkschaft und Betriebsrat "eine mittelschwere Katastrophe". Nach Einschätzung der Gewerkschaft wären durch einen Verkauf an die Allianz Tausende Arbeitsplätze bei der Provinzial gefährdet. Der Allianz-Konzern soll ein enormes Interesse an einer Übernahme haben. Nach unbestätigten Berichten soll er weit mehr als den Buchwert von 2,25 Milliarden Euro für die Provinzial geboten haben. Die Eigentümer bestätigten bislang nur, dass es einen Interessenten aus dem Versicherungslager gibt. Im nordrhein-westfälischen Münster wurde auf einer Aufsichtsratssitzung darüber gesprochen.
Der Vorstandsvorsitzende der Provinzial Nordwest, Ulrich Rüther, wurde von einem Unbekannten angegriffen.
Die Betriebsversammlungen in Kiel und Münster waren von einem Angriff überschattet worden. Am Mittwochmorgen wurde bekannt, dass ein Unbekannter in Münster den Vorstandsvorsitzenden der Westfälischen Provinzial-Versicherung, Ulrich Rüther, angegriffen hat. Er kam in ein Krankenhaus. Am Nachmittag war Rüther auf dem Weg der Besserung. Laut Staatsanwalt hatten der oder die Täter den Vorsitzenden mit einem Schraubendreher in der Tiefgarage der Hauptverwaltung angegriffen und verletzt. Ob die Tat mit dem möglichen Verkauf der Provinzial zusammenhängt, ist noch unklar.
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer äußerte sich kritisch zur Informationspolitik der Provinzial. Er rügte vor allem eine mangelnde Transparenz. Zudem sei die Landespolitik sehr spät mit einbezogen worden, sagte Meyer. "Wir sind im Moment dabei, Gespräche zu suchen und zu führen und auch kritische Fragen zu stellen, was das insgesamt für die Arbeitsplätze insbesondere in Schleswig-Holstein bedeutet", meinte der Minister.
Das Unternehmen verwaltet Kapitalanlagen von fast 21 Milliarden Euro und führt 9,7 Millionen Versicherungsverträge. Damit belegt der Konzern nach eigenen Angaben Platz 17 unter den deutschen Versicherern. Eigentümer der Provinzial sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Westfälischen Sparkassen mit je 40 Prozent, die Sparkassen in Schleswig-Holstein mit 18 und die ostdeutschen Sparkassen mit zwei Prozent. Insgesamt beschäftigt die Gruppe 6.000 Mitarbeiter.
Danke für den Einwand!
[QUOTE=Bürger;181294]Da freuen Sie sich zu früh. Auch die Kunden in der Provinz(al)hauptstadt an der Kieler Förde oder im Münsterland kennen mittlerweile das Internet. Die Zeiten, in denen man... [mehr]
Die Allianz hat für Weltkonzerne gezahlt
womöglich ist sie in Not? Und kauft sich jetzt die Provinzial, weil dort kleine Bürger, Kommunen u. a. versichert sind? Die Bürger zahlen brav ihre Beiträge und die Kommunen erhöhen die Beiträge für... [mehr]
Realitäten sehen
Der Provinzial Nordwest Konzern verfügt über ca. 3 % der Beitragseinnahmen der Allianz weltweit. Glaubt irgendjemand, daß sich die Allianz nach einer Übernahme Gedanken über die regionalen Netzwerke... [mehr]
Die Eigentümer der Provinzial Nord-West wollen den Provinzial Konzern an die Allianz verkaufen. Das bedeutet Gefahr für 6000 Jobs in SH und NRW. Voten Sie dagegen! ... [mehr]
Sachlich bleiben bitte! Pkt.5
Bei einer evtl. .Übernahme sind die Kunden ja immer noch, Gott sei dank, da. Das heißt diese müssen doch weiterhin betreut und bearbeitet werden. Die Allianz hat diese Kapazitäten nicht einfach mal so... [mehr]