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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Port Olpenitz vor dem Aus?

Computerbild vom Port Olpenitz bei Kappeln © dpa Fotograf: Ehrenberg/ITWF Detailansicht des Bildes So sieht die Vision vom Port Olpenitz am Computer aus. Es hätte so schön werden können: 1.000 Wohneinheiten, zwei Hotels und viele Freizeiteinrichtungen sollten bis 2015 im Kreis Schleswig-Flensburg bei Kappeln entstehen. Das erste Ferienhaus war Ende 2010 übergeben worden. Insgesamt 500 Millionen Euro sollten in das Projekt Port Olpenitz investiert werden. Doch jetzt scheinen die Planungen auf Eis gelegt zu sein. Denn die Port Olpenitz GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Rainer Eckert.

Alle Seiten optimistisch

Der ehemalige Marinehafen wird seit gut zwei Jahren aufwendig umgebaut. Der Rechtsanwalt der amerikanischen Investoren, Rainer Staubach, erklärte, die Schulden der Port Olpenitz GmbH seien mit 27 Millionen Euro doppelt so hoch wie erwartet. Er rechne trotzdem mit einer Fortführung des Projektes, sagte er der NDR 1 Welle Nord. Es gebe mehrere Interessenten.

Das Wirtschaftsministerium bezeichnete die Insolvenz als bedauerlich für den Tourismusstandort und die Region Kappeln. Man sei jedoch optimistisch, dass es einen Nachfolgeinvestor geben werde, da ja schon eine Menge Geld geflossen sei. Auch der der vorläufige Insolvenzverwalter sieht noch eine Chance für das Tourismus-Großprojekt. "Jetzt werden die Vermögensverhältnisse sortiert", sagte Eckert. In den nächsten Wochen würden verschiedene Konzepte geprüft. Die Notgeschäftsführerin erklärte, man werde sich erst in den kommenden Tagen zur Insolvenzanmeldung äußern.

Handwerker die Leidtragenden?

Befürchtungen, Handwerksbetriebe aus der Region könnten nun auf Rechnungen sitzen bleiben, sind laut Insolvenzverwalter Eckert berechtigt. Dies sei aber generell bei Insolvenzverfahren so, nicht nur in Port Olpenitz. Es gebe eine ganze Reihe von Baubetrieben, die Forderungen hätten, sagte Eckert. Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH, Jürgen van Schöll: "Die heimischen Betriebe waren stark eingebunden." Das Baugewerbeverband Schleswig-Holstein geht dagegen davon aus, dass kaum Bauunternehmer von der Insolvenz betroffen sind. Die Probleme des Projektes seien früh bekannt gewesen.

Differenzen der Projektpartner

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Streit zwischen den beiden Investoren, dem Immobilienunternehmer Jaska Harm und der American Reality Investors Inc., gegeben. Anfang dieses Monats legte Harm sein Amt als Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH nieder. Die Amerikaner halten 90 Prozent der Anteile der GmbH.

Weitere Informationen
Plan von Port Olpenitz © Port Olpenitz Gmbh
 

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Computerbild vom Port Olpenitz bei Kappeln © picture-alliance/ dpa Fotograf: Raum Visionen / Port Olpenitz Gmbh
 
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