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Bischof Gerhard Ulrich war der einzige Kandidat bei der geheimen Wahl zum neuen Landesbischof der Nordkirche.
Nach ihrer Gründung im vergangenen Jahr gab es bei der Nordkirche am Donnerstag eine Premiere: Im Lübecker Dom wählte die Synode den ersten Landesbischof. Mit 144 von 153 Stimmen erhielt Gerhard Ulrich bereits im ersten Wahlgang deutlich mehr Zustimmung als die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Ulrich - seit 2008 Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein - war der einizge Kandidat für das Amt des ersten Landesbischofs. Der 61-Jährige war von einem Ausschuss der Nordkirche für das Amt vorgeschlagen worden. Die Synode hatte auf einen eigenen Personalvorschlag verzichtet. Die Wahl fand in geheimer Abstimmung statt.
Die Tagung der Synode ist um 11 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet worden, den die Hamburger Bischöfin Kerstin Fehrs hielt. Bevor sich Gerhard Ulrich am Nachmittag den Synodalen vorstellte, begründete der Vorsitzende des Wahlvorbereitungs-Ausschusses, Hans-Peter Strenge, den Vorschlag des Gremiums. Die Synode wählt neben dem Landesbischof auch die neue Kirchenleitung. Damit wird die Fusion der nordelbischen, mecklenburgischen und pommerschen Landeskirche auf Leitungsebene vollendet.
Auf der Tagesordnung steht neben den Wahlen auch der Etat für dieses Jahr. Die Nordkirche rechnet mit Einnahmen in Höhe von 462 Millionen Euro. 80 Prozent davon fließen an die Gemeinden und Kreise der Kirche.
Die Nordkirche ist ein Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche. Sie ist die fünftgrößte evangelische Landeskirche Deutschlands.
Kirchenkreise: 13
Kirchengemeinden: 1.067
Mitglieder: 2,25 Millionen
Pastor(inn)en: 1.769
Kirchliche Mitarbeiter: ca. 19.000
Frau
Mit Gerhard Ulrich als neuer Landesbischof werden die Missbrauchfälle in Ahrensburg in ihrer Aufklärung und dem "Schweigeverbot" der hier praktizierenden Pastoren, weiterhin ungeklärt bleiben. [mehr]