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Noch bis Sonntag sollen mehr als 1.000 Männer aus Schwarzenbek und Umgebung eine Speichelprobe abgeben.
In Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat eine DNA-Reihenuntersuchung begonnen, mit der die Polizei einem Vergewaltiger auf die Spur kommen will. Mehr als 1.000 Männer im Alter zwischen 34 und 54 Jahren sind zu diesem freiwilligen Test aufgerufen worden, um eine Speichelprobe abzugeben.
Die Vergewaltigung hatte sich am 12. März 2008 ereignet. Eine damals 39 Jahre alte Frau war von einem Unbekannten in ihrer Wohnung vergewaltigt worden. Die Polizei hatte nach der Tat Spermaspuren des Vergewaltigers am Tatort gefunden. Den daraus gewonnenen genetischen Fingerabdruck wolle man jetzt mit den als Täter in Betracht kommenden Männern abgleichen, teilte die Polizei mit. Die Auswertung der Proben im Landeskriminalamt in Kiel werde voraussichtlich mehrere Monate dauern, sagte Polizeisprecherin Sonja Kurz.
Die Tat liegt schon fast vier Jahre zurück. Der Mann hatte sich an der Gegensprechanlage als Postbote ausgegeben und sich so Zugang zum Treppenhaus des Mehrfamilienhauses verschafft. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sein Opfer schon einige Zeit beobachtet hatte. Der Täter schien zu wissen, dass alle anderen Familienmitglieder das Haus bereits verlassen hatten und die Mutter gewöhnlich als letzte zur Arbeit aufbrach.
In solchen Röhrchen werden die Proben aufbewahrt.
Trotz einer genauen Täterbeschreibung und der Fahndung mit einem Phantombild fehlt bislang eine heiße Spur. Jetzt setzen die Ermittler auf die DNA-Reihenuntersuchung. Es wurden mehr als 1.000 Männer, die zur Täterbeschreibung passen und 2008 in Schwarzenbek gemeldet waren, angeschrieben. Sie können bis Sonntag zur Speichelabgabe ins Gymnasium an der Buschkoppel kommen. Zu den Männern, auf die das Täterprofil passt, gehört auch Schwarzenbeks Bürgermeister Frank Ruppert von den Grünen. Der 51-Jährige gab seine Speichelprobe bereits im Vorfeld ab. "Ich wollte mit gutem Beispiel vorangehen und hoffe, dass möglichst viele Schwarzenbeker Männer zum Test gehen", sagte er. Auch der Feuerwehrchef von Schwarzenbek hatte schon früh eine Probe abgegeben.