Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Die Polizei zählte in Kiel bei der Demonstration zum 1. Mai rund 1.000 Teilnehmer.
Faire Löhne – gute Arbeit – soziale Sicherheit. Das war in diesem Jahr das Motto der Demonstrationen zum 1. Mai. Auch in Schleswig-Holstein hatten am Sonntag die Gewerkschaften zu Protesten aufgerufen. Landesweit gingen mehr als 2.000 Menschen auf die Straße und demonstrierten für bessere Bezahlung und soziale Gerechtigkeit. Allein in Kiel beteiligten sich rund 1.000 Menschen an der Demonstration, in Lübeck waren es 700 Teilnehmer. Weitere größere Aktionen gab es in Neumünster, Flensburg und Rendsburg.
Auf der größten Kungebung in Kiel beklagte der Chef des DGB-Nord, Uwe Polkaehn, dass es trotz des Aufschwungs eine soziale Schieflage gibt. "Die Kluft zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse und immer mehr Leiharbeit, das kann nicht die Zukunft unserer Arbeitsgesellschaft sein", sagte Polkaehn im Gespräch mit der NDR 1 Welle Nord. In insgesamt 13 schleswig-holsteinischen Städten und Gemeinden wurde demonstriert.
Der Polizei waren bereits am Sonntagvormittag die rechten Gegendemonstranten auf der A 7 aufgefallen. In elf Autos waren die rund 50 Rechten Richtung Husum unterwegs. Dort beschädigten sie Stände einer Gewerkschaft. Es kam zu Handgreiflichkeiten. Trotz Flucht konnten die meisten der Randalierer von der Polizei gestellt werden. Es wurden mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Waffengesetz geschrieben.