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Einzige Bewerberin für den Listenplatz eins: die 61-jährige Antje Jansen.
Die schleswig-holsteinische Partei Die Linke geht mit Antje Jansen als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl am 6. Mai. Die 92 Delegierten wählten am Sonnabend auf einem Parteitag in Neumünster die 61 Jahre alte Fraktionschefin mit 70 Stimmen. Die Zustimmung betrug damit 76 Prozent. Jansen war die einzige Bewerberin für den Listenplatz eins. Sie hatte bereits bei der Landtagswahl 2009 an der Spitze der Landesliste gestanden. Damals holte die Linke sechs Prozent der Wählerstimmen und zog erstmals in den Landtag ein.
"Wir werden wieder in den Landtag einziehen, denn ohne die Linke wird es keine Politik der sozialen Gerechtigkeit und der ökologischen Erneuerung geben", sagte Jansen. Aktuell liegt die Linke bei drei Prozent der Wählerstimmen. Das soll in den kommenden Monaten deutlich verbessert werden. "Unser Wahlziel ist sechs Prozent plus x", sagte Jannine Menger-Hamilton vor der Abstimmung.
Die Landessprecherin hält das vorgegebene Ziel trotz der derzeit schwachen Akzeptanz bei den Wählern für realistisch. Sie begründet ihre Zuversicht unter anderem damit, dass der Hype um die Piratenpartei überwunden sei. Sie sei überzeugt davon, dass ihre Partei bei Themen wie Transparenz und Bürgerbeteiligung punkten könne, sagte Menger-Hamilton.
Niederlage für Landessprecherin Janine
Menger-Hamilton: Sie schafft es nicht auf die Landesliste.
Hinter Jansen gab es eine Kampfkandidatur um Listenplatz zwei. Es setzte sich der der Parlamentarische Geschäftsführer Uli Schippels klar gegen drei Wettbewerber durch, darunter der Ex-Fraktionsvorsitzende Heinz-Werner Jezewski. Im Rennen um den dritten Listenplatz musste Menger-Hamilton eine Niederlage hinnehmen. Insgesamt vier Kandidaten konkurrierten um den Platz. In einer Stichwahl setzte sich die 23-jährige Seyran Papo aus Kiel durch.
Danach kamen auf die Liste der Landtagsabgeordnete Björn Thoroe und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion in Rendsburg-Eckernförde, Daniela Asmussen. Die Linke bestätigte in Neumünster auch ihre Direktkandidaten, die sie in allen 35 Wahlkreisen aufgestellt hat.
Zum Auftakt des Parteitages am Sonnabend sprach Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch zu den 92 Delegierten. Sie kritisierte die Überwachung von Linken durch den Verfassungsschutz. Außerdem riet Lötzsch der Linken im Norden, sich einer Initiative ihrer Genossen in Mecklenburg-Vorpommern für einen Mindestlohn von zehn Euro anzuschließen.