AKTUELLES AUS DER REGION
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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Merkel: Blitzbesuch in Wanderschuhen

von Maja Bahtijarevic

Ungewöhnliches Bild auf dem Sportplatz am Hasenberg in Lauenburg: Statt schwitzender Sportler parken auf der Tartanbahn mehrere schwarze Wagen mit abgedunkelten Scheiben. In einem dieser Autos sitzt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und wartet auf Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin hatte angesichts der Hochwasserlage angekündigt, die überflutete Altstadt von Lauenburg zu besuchen.

Vogelgezwitscher und Hubschraubergeräusche

Angela Merkel winkt © NDR Detailansicht des Bildes Per Hubschrauber nach Lauenburg: Bundeskanzlerin Angela Merkel landet auf dem Sportplatz am Hasenberg. Es ist kurz vor 13 Uhr - die Stimmung ist ruhig. Es scheint die Sonne, Vögel zwitschern in der Luft, eine leichte Brise weht über den grünen Rasen des Sportplatzes. Erst ein laut-rotierendes Geräusch durchbricht die fast idyllische Atmosphäre. Der Hubschrauber setzt zur Landung an - und dann geht alles ganz schnell: In beigem Jackett und festen Wanderschuhen steigt Merkel aus, wird von Albig empfangen und verschwindet wenige Minuten später hinter den abgedunkelten Scheiben einer Limousine. Der Konvoi macht sich auf zur Hafenstraße, wo sich die Kanzlerin ein Bild von der Lage machen will.

Dank an die vielen Helfer

Vor Ort am Elbufer spricht die CDU-Politikerin mit Helfern von Feuerwehr und THW, schüttelt Hände und informiert sich über die Arbeiten. Hier, wo sich Elbstraße und Hafenstraße treffen, kämpfen die meist freiwilligen Einsatzkräfte noch gegen das Wasser. Da der Pegel von 9,63 Metern seit Dienstagabend nicht angestiegen ist, laufen die Hochleistungspumpen ohne Unterbrechung. Umringt von Ministerpräsident Albig, Innenminister Andreas Breitner (SPD) und dem Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, Gerd Krämer (parteilos), lässt sich die Kanzlerin die Lage erklären.

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Angela Merkel geht über eine Brücke in Lauenburg © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic
 
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Merkel sagt Flutopfern Hilfe zu

12.06.2013 | 15:25 Uhr
NDR 1 Welle Nord

Die Kanzlerin bekundet während ihres Besuches nicht nur ihre moralische Unterstützung in Lauenburg, sondern verspricht auch langfristige Hilfsmaßnahmen durch Bund und Länder.

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Enger Zeitplan der Kanzlerin

Hier äußert sie sich zum ersten Mal offiziell: Sie habe große Hochachtung vor der Leistung der Helfer, sagt Merkel sichtbar beeindruckt. Schließlich bedankte sie sich ihnen für den Einsatz. Kurz darauf kündigt sie an, Bund und Länder würden sich die Kosten der Hochwasserschäden teilen. Die Kommunen müssten sich keine Gedanken darüber machen, dass etwa für den Einsatz der Bundeswehr eine kräftige Rechnung drohe, bekräftigte Merkel. Und plötzlich verschwindet die Kanzlerin so schnell wie sie gekommen ist. In diesen Tagen ist ihr Zeitplan sehr eng gestrickt - und die Bewohner im niedersächsischen Hitzacker warten.

Hoffnung, dass was passiert

Jörg Sönksen, Anwohner in Lauenburg © NDR Fotograf: Thorsten Philipps Detailansicht des Bildes Jörg Sönksen wohnt direkt an der Elbe - und schöpft aus dem Merkel-Besuch zuversicht. Boris Krohn ist einer der wenigen Betroffenen, die sich auf dem Weg in die Hafenstraße gemacht haben. Während die Kanzlerin spricht, blickt er nervös auf das Wasser, das knapp 30 Zentimeter hoch in der Elbstraße steht. Man sieht dem Lauenburger an, dass ihm die vergangenen Tage zugesetzt haben. "Ich weiß nicht, wann ich wieder in mein Haus gelassen werde. Wir sind ja die ganze Zeit auf Abruf, an allen unseren Häusern hängen unsere Nummern", sorgt sich Krohn um sein Hab und Gut. Der Krisenstab hatte die Bewohner vor der Evakuierung gebeten, ihre Kontaktdaten gut sichtbar an ihre Fenster zu kleben, damit Statiker sie im Notfall kontaktieren können.

Krohn kann das aber nicht beruhigen. "Wir bangen und hoffen jetzt einfach, dass wir am Wochenende reingelassen werden. Aber wie es aussieht, wird es noch ein paar Tage auf diesem Höchststand bleiben", meint er. Jörg Söhnksen, der wie Krohn in der Elbstraße wohnt und im Vorsitz der Nachbarschaftshilfe Lauenburgs tätig ist, schöpft aus Merkels Besuch Zuversicht. Er hofft, dass sich die Anrainerländer und Bund zusammensetzen, um in Sachen Hochwasserschutz konkret tätig zu werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 12.06.2013 | 18:00 Uhr

NDR Logo
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Angela Merkel im Interview
 
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Merkel auf Kurzbesuch in Lauenburg

12.06.2013 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Schleswig-Holstein Magazin

Bundeskanzlerin verspricht umfassende Soforthilfe.

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Weitere Informationen
Eine Bewohnerin geht mit Holzbrettern eine Straße entlang. © NDR Fotograf: Michael Schröder
 

Aufräumarbeiten in Lauenburg laufen

Die Bewohner der Altstadt durften am Sonnabend erstmals zurück in ihre Häuser. mehr

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Merkel und Albig in einer Unterhaltung © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic
 
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Merkel in Lauenburg: "Es gibt eine Soforthilfe"

Die Bundeskanzlerin bekräftigt die Hilfszusage des Bundes.

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Der Kampf gegen das Hochwasser geht weiter

12.06.2013 | 15:00 Uhr
NDR Fernsehen: NDR aktuell

Viele Orte in Mecklenburg-Vorpommern hoffen, dass die Deiche halten.

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Hintergrund
Karsten Füllgrapp auf einem DLRG-Boot © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic
 

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